In dem SWR-Beitrag geht es um die Frage, ob uns die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank hilft, oder schadet. Die EZB hat mit ihrer Entscheidung lange gewartet, ist sie doch ein zweischneidiges Schwert: Sie dämpft die Inflation, schadet aber der Konjunktur.
Aussagen Werner Simon:
Ich sehe eindeutig eine Warnung an die Tarifvertragsparteien jetzt hier nicht die Bäume in den Himmel wachsen zu lassen. Wir sehen erste Abschwächungen und erste Aufträge werden storniert und wir müssen alles dazu tun, dass der Konjunkturmotor in Deutschland weiterbrummt, dazu ist dieser Zinsschritt richtig und die Tarifpolitik ist gefordert maßvoll weiter zu machen.
Eine Zinserhöhung bedeutet natürlich immer, dass die Investitionsentscheidungen schwieriger werden, weil einfach die Kredite teurer werden, weil eben das Geld teurer wird und das betrifft insbesondere den stärksten Jobmotor in Deutschland, dass sind die Maschinen- und Anlagenbauer. Hier merken wir auch erste Bremsspuren. Da war bisher der größte und meiste Arbeitsplatzaufbau und das ist genau der Punkt wo wir aufpassen müssen, dass wir mehr für die Arbeitplätze tun sowie wir das auch in der Vergangenheit getan haben, indem wir eine vernünftige Politik auch bei den Tarifverträgen machen. Die Leute sollen am Erfolg beteiligt werden, aber alles mit Augenmaß.
Eine unmittelbare Auswirkung auf die Arbeitsplätze sehe ich noch nicht. Es mag Bereiche geben, wo Investitionen dadurch zusätzlich zurückgehen, da müssen wir insbesondere mit der Lohnpolitik gegensteuern, wenn wir uns richtig verhalten dann werden wir keine Arbeitsverluste haben.