SWR 1-Moderator Michael Lueg (SWR 1 - Guten Morgen Rheinland-Pfalz) im Gespräch mit LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun.
Frage: „Wie spüren sie denn in ihrem Unternehmen die Wirtschaftskrise?“
Dr. Gerhard F. Braun: „Wir haben Glück, weil wir im Bereich der Medizin tätig sind und die Medizin-Branche ist weitgehend nicht betroffen.“
Frage: „Wie geht’s den anderen Mittelständler hier in Rheinland-Pfalz?“
Dr. Braun: „Ja denen die im Bereich Automobilzulieferer tätig sind, die haben Probleme, weil die Automobilfirmen derzeit ihre Produktion schließen, also da gibt es Unternehmen die schon gewaltige Probleme haben.“
Frage: „Welche Unternehmen sind denn da noch betroffen, wenn man die Autozulieferer raus nimmt?“
Dr. Braun: „Unternehmen die zum Beispiel den Bau beliefern haben große Probleme. Es geht jetzt langsam auch los, dass solche Unternehmen die also Maschinen für Automobilzuliefer-Industrie fabrizieren, dass die Auftragseinbrüche haben. Also es geht langsam weiter, aber ganz stark aus dem Automobilbereich heraus.“
Frage: „Gibt es denn auch Gewinner dieser Krise?“
Dr. Braun: „Es gibt mit Sicherheit auch Gewinner dieser Krise. Unternehmen die sich sehr flexibel einstellen können, kleine mittelständische Unternehmen, die in der Lage sind ganz, ganz schnell auf Nachfragen zu reagieren, das gibt es mit Sicherheit.“
Frage: „Heute trifft sich Bundeskanzlerin Merkel mit Spitzenvertreter des Mittelstandes, wenn sie jetzt einen Wunsch frei hätten an die Kanzlerin, was würden sie ihr auf den Tisch legen als Bitte?“
Dr. Braun: „Nicht Unternehmen mit Subventionen, mit Steuergeldern sozusagen am Markt zu halten, die eigentlich Strukturreformen machen müssten und letztendlich dann uns Mittelständlern Konkurrenz machen, weil wir diese finanziellen Mittel nicht bekommen werden.“