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- Arbeitslosenzahl: 131.000
- Arbeitslosenquote: 6,2 %
- Vergleich Vormonat: minus 3.600 (Quote Vormonat: 6,2 %)
- Vergleich Vorjahr: minus 3.300 (Quote Vorjahr: 6,5 %)
In den vergangenen vier Wochen haben erste saisonale Impulse für eine leichte Entspannung am rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt gesorgt. Die Arbeitslosigkeit hat sich vor allem in den Teilen des Landes und in den Berufen verringert, in denen jahreszeitliche Beschäftigungsschwankungen besonders ausgeprägt sind. Ein Vergleich mit der Situation vor einem Jahr macht darüber hinaus deutlich, dass es zu dem oft befürchteten Beschäftigungseinbruch bisher nicht gekommen ist –nicht zuletzt dank der stabilisierenden Wirkung von flexiblen Arbeitszeitformen, Kurzarbeit und einer leichten wirtschaftlichen Belebung.
Im März 2010 waren in Rheinland-Pfalz insgesamt 131.000 Frauen und Männerarbeitslos, 3.600 oder 2,7 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Damit ist nachder lang anhaltenden Frostperiode ein Teil der Winterarbeitslosigkeit bereits wieder„abgeschmolzen“. Zum ersten Mal seit 13 Monaten unterschritt die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz auch wieder das Vorjahresniveau. Im März 2010 wurden rund 3.300 oder 2,4 Prozent weniger Arbeitslose als ein Jahr zuvor gezählt. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 6,4 Prozent im Februar auf 6,2 Prozent im März 2010. Vor einem Jahr hatte sie 6,5 Prozent betragen.
Die Leiterin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, will zwar nicht ausschließen, dass in den kommenden Monaten Beschäftigungsrisiken auftauchen können, ist aber für die weitere Entwicklung recht zuversichtlich. „Exportorientierte Branchen, wie die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, der Maschinenbau und andere metallverarbeitende Industrien, die von der Finanz- und Wirtschaftskrise am stärksten betroffen waren, konnten ihre Belegschaften zu großen Teilen halten. Hinzu kommt, dass andere, binnenwirtschaftlich orientierte Branchen, wie das Gesundheits- und Sozialwesen, der Bereich Bildung und Unterricht und auch die Gastronomie, Beschäftigung aufbauten. Daher gibt es im Moment keine Anzeichen für ein deutliches Ansteigen der Arbeitslosigkeit“, meinte Schulz.
Arbeitsmarktrisiken sieht sie in erster Linie darin, dass die Unterauslastung der Belegschaften noch nicht vollends beseitigt ist. In dem daraus resultierenden Anpassungsprozess könnten durchaus noch Arbeitsplätze verloren gehen. Eine andere Gefahr sieht Schulz in einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit. „In dem Zusammenhang ist es unser Ziel, noch mehr Arbeitslose aus der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Bei dieser Aufgabe wird dem gemeinsamen Arbeitgeberservice mit den Arbeitsagenturen eine Schlüsselrolle zufallen“, sagte Schulz.
Die Beschäftigungssituation war im ersten Quartal 2010 deutlich stabiler als vor einem Jahr. Von Januar bis März 2010 meldeten sich rund 46.300 Arbeitnehmer in unmittelbarem Anschluss an eine Erwerbstätigkeit arbeitslos – 7.600 oder 14 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Aussichten, den Übergang aus der Arbeitslosigkeit in eine Erwerbstätigkeit zu schaffen, haben sich für viele Betroffene verbessert. In den ersten drei Monaten dieses Jahres konnten knapp 31.900 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung oder einer selbständigen Tätigkeit wieder beenden, 2.100 oder 6,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen hat in den vergangenen Wochen weiter zugenommen. Von Januar bis März 2010 meldeten die rheinlandpfälzischen Betriebe den gemeinsamen Arbeitgeber-Teams von Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 20.600 Stellenangebote, 2.600 oder 14,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Stellenanbieter waren in erster Linie Dienstleistungsunternehmen wie der Handel, Zeitarbeitsfirmen, andere unternehmensnahe Dienstleister sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Zudem haben auch Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes – insbesondere Maschinenbauer oder Hersteller von Metallerzeugnissen – ihre bisherige Zurückhaltung gegenüber Neueinstellungen ein wenig gelockert. Mitte März waren in Rheinland-Pfalz insgesamt 15.300 betriebliche Stellen zu besetzen 2.00 oder 17,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die leichte Entspannung am Arbeitsmarkt trägt überwiegend saisonale Züge. Das zeigt sich beim Blick auf die regionalen wie auch auf die beruflichen Teilarbeitsmärkte. So hat sich die Zahl der Arbeitslosen von Februar auf März vor allem in den Kreisen Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich, Ahrweiler und im Rhein-Hunsrück-Kreis verringert. Hier haben Hotels, Restaurants und Gaststätten bereits mit Blick auf die beginnende Saison Einstellungen vorgenommen. Die saisonale Komponente der aktuellen Entwicklung zeigt sich auch daran, dass die Arbeitslosenzahlen in den vergangenen vier Wochen in den Bauberufen um knapp 900 auf 10.800, bei den Steinebearbeitern um knapp 200 auf 400 und in den „grünen Berufen“ (land- u. forstwirtsch. Berufe) um 400 auf 3.500 gesunkensind. In diesen Berufen hat sich auch das Stellenangebot deutlich verbessert. Der Vergleich mit den Daten des vergangenen Jahres zeigt, dass sich die Gewichte am Arbeitsmarkt ein wenig verschoben haben. So ist die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) deutlich gesunken – und zwar um 4.600 oder 7,8 Prozent auf 53.900. Die wichtigsten Gründe: Die oft befürchteten Entlassungswellen sind weitgehend ausgeblieben. Viele der Arbeitslosen, die unmittelbar zuvor noch beschäftigt waren, konnten nach einer gewissen Sucharbeitslosigkeit den Wiedereinstieg schaffen, anderen wiederum – das ist die zweite Seite der gleichen Medaille – ist die Rückkehr nicht geglückt. Sie mussten nach dem Ende der Versicherungsleistung Arbeitslosengeld I das steuerfinanzierte Arbeitslosengeld II beantragen.
Die Arbeitslosenzahlen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) lagen im März 2010 noch um 1.300 oder 1,7 Prozent höher als vor einem Jahr, nämlich bei 77.100 Arbeitslosen. Allerdings ist dieser Abstand zum Vorjahr in den letzten drei Monaten nach und nach kleiner geworden. Insgesamt ist bisherige Entwicklung günstiger verlaufen, als zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise zu erwarten war. In den vergangenen zwölf Monaten ist es vor allem jüngeren Frauen und Männern gelungen, nach einer gewissen Sucharbeitslosigkeit wieder ins Beschäftigungssystem zurückzukehren. Dabei spielten die Förderangebote der Arbeitsagenturen und der Jobcenter oft eine wichtige Rolle. Das Ergebnis: im März 2010 wurden in der Altersgruppe unter 25 Jahren insgesamt 15.800 Arbeitslose gezählt, 1.900 oder 10,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Ältere Arbeitslose brauchen für die Rückkehr ins Arbeitsleben meist länger - trotzdem ist die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 50 Jahre und Älteren innerhalb eines Jahres nur geringfügig um 300 oder 0,9 Prozent auf 35.200 gestiegen. Die regionale Betroffenheit hat sich innerhalb eines Jahres nicht gravierend verändert. Mit 3,8 Prozent wiesen auch im März 2010 der Kreis Trier-Saarburg und der Eifelkreis Bitburg-Prüm die mit Abstand niedrigsten Arbeitslosenquoten auf. Es folgten mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent der Kreis Südliche Weinstraße, und mit jeweils 4,7 Prozent die Kreise Mainz-Bingen und Bernkastel-Wittlich. Die höchsten Arbeitslosenquoten wiesen auch im März 2010 die Städte Ludwigshafen (10,0 Prozent), Kaiserslautern (11,1 Prozent) und Pirmasens (15,2 Prozent) auf.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat sich weitgehend auf Vorjahresniveau stabilisiert. Im Januar 2010 – das sind die aktuellsten Daten – waren in Rheinland-Pfalz insgesamt 1,2 Millionen Arbeitnehmer beschäftigt, 1.100 oder 0,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In dieser Zeit haben vor allem das Verarbeitende Gewerbe (minus 10.900 auf 300.900) und der Handel (minus 1.500 auf 175.800) Arbeitsplätze eingebüßt. Im tertiären Sektor sind dagegen in den vergangenen zwölf Monaten in beachtlichem Umfang neue Jobs entstanden. So ist die Zahl der Beschäftigten im Gesundheits-und Sozialwesen um rund 6.000 auf 166.400 gestiegen. Deutliche Zunahmen gab es auch im Bereich Erziehung und Unterricht (um 2.600 auf 46.900) und bei öffentlichen Verwaltungen (um 2.500 auf 93.400). In der Zeitarbeitsbranche waren zuletzt etwa gleich viele Arbeitnehmer wie vor einem Jahr beschäftigt (plus 200 auf 20.700).
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- Arbeitslosenzahl: 134.600
- Arbeitslosenquote: 6,4 %
- Vergleich Vormonat: plus 700 (Quote Vormonat: 6,4 %)
- Vergleich Vorjahr: plus 1.200 (Quote Vorjahr: 6,4 %)
Im Februar 2010 ist die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz erneut leicht gestiegen. Jahreszeitliche Einflüsse und das Ende betrieblicher Ausbildungen führten zu höheren Arbeitslosenzahlen in den Bauberufen und in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen. Davon abgesehen blieb die Lage am regionalen Arbeitsmarkt aber weiter stabil. Obwohl sich fast alle wichtigen wirtschaftlichen Daten gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert haben, ist die Arbeitslosigkeit nur geringfügig gestiegen, und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bewegt sich noch immer auf vergleichsweise hohem Niveau.
Wie die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren im Februar 2010 insgesamt 134.600 Frauen und Männer in Rheinland-Pfalz arbeitslos, 700 mehr als vier Wochen zuvor. Die Zunahme fiel deutlich geringer als sonst im Februar aus. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Zahl der Arbeitslosen nur geringfügig um rund 1.200 oder 0,9 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – blieb im Februar mit 6,4 Prozent gegenüber dem Vormonat konstant. Vor einem Jahr hatte die Quote ebenfalls bei 6,4 Prozent gelegen.
Für Heidrun Schulz, die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, sind drei Komponenten dafür verantwortlich, dass sich der regionale Arbeitsmarkt trotz der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung noch immer in relativ stabiler Verfassung darstellt. „Es sind dies die Kurzarbeit, Förderangebote für Arbeitslose und nicht zuletzt die positive Beschäftigungsentwicklung im Dienstleistungssektor. Diese drei Faktoren tragen entscheidend zur Stabilisierung der Beschäftigung und zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit bei“, meinte Schulz.
Ihren Angaben zufolge arbeiteten im Dezember 2009 – das ist der aktuellste Datenstand – in knapp 2.600 rheinland-pfälzischen Unternehmen rund 39.900 Arbeitnehmer kurz. Mit 900 Unternehmen und 29.800 Arbeitnehmern war das Verarbeitende Gewerbe am stärksten betroffen. Auch wenn das Ausmaß der Kurzarbeit sich gegenüber dem bisherigen Höchststand von Mai 2009 deutlich verringert hat – damals waren rund 63.300 Arbeitnehmer betroffen – konnten durch ihren Einsatz zuletzt rechnerisch noch immer rund 12.300 Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit bewahrt werden.
Die Lage am Arbeitsmarkt wird aber auch maßgeblich durch die Förderangebote der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter stabilisiert. Ohne Maßnahmen zur Weiterbildung, zur Aktivierung und Integration oder Beschäftigungsmaßnahmen würde die Arbeitslosigkeit ebenfalls um etwa 38.300 höher liegen. Mit diesen Förderangeboten soll die Zeit der Arbeitslosigkeit genutzt werden, um berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erhalten und um neue zu erwerben.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bewegt sich trotz der Arbeitsplatzverluste im Verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeitsbranche mit 1,2 Millionen Beschäftigten noch immer auf dem relativ hohen Niveau des Vorjahres. Ohne die Kurzarbeit und ohne die Beschäftigungsgewinne des Dienstleistungssektors – hier sind innerhalb von zwölf Monaten 13.500 neue Beschäftigungsmöglichkeiten entstanden – sähe die Bilanz aber bei weitem nicht so gut aus.
In den letzten vier Wochen haben sich knapp 13.000 Personen im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet. Die Neuzugänge in die Arbeitslosigkeit fielen damit spürbar schwächer aus als vor einem Monat und als vor einem Jahr. Damals waren in einer ersten Reaktion auf die Wirtschaftskrise vor allem Zeitverträge nicht verlängert oder Zeitarbeitnehmer gekündigt worden. Dass das frostige Winterwetter sich weiterhin auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt hat, zeigt sich daran, dass Arbeitslosmeldungen aus dem Baugewerbe etwas höher als vor einem Jahr ausfielen.
Rund 2.300 Personen meldeten sich im Februar nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos – fast exakt die gleiche Zahl wie vor einem Jahr. Auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen finden am Arbeitsmarkt Austauschprozesse – daher gelingt es auch jetzt noch einer beachtlichen Zahl von Menschen, aus der Arbeitslosigkeit heraus eine neue Anstellung zu finden. Im Februar waren dies rund 10.000 Arbeitslosen – 600 mehr als vor Jahresfrist. Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagenturen und Jobcenter haben die rheinland-pfälzischen Betriebe im Februar 2010 insgesamt 7.400 Stellenangebote gemeldet, 1.300 mehr als im Vormonat und 400 mehr als vor einem Jahr. Die Belebung der Kräftenachfrage signalisiert in erster Linie eine saisonale Wende für die kommenden Wochen. Inwieweit weitergehende Impulse mitschwingen, lässt sich nicht eindeutig feststellen. Mehr Stellen meldeten vor allem das Baugewerbe, der Handel, das Gastgewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Mitte Februar waren rund 15 000 betriebliche Stellen unbesetzt, 1 800 mehr als im Februar vergangenen Jahres.
Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen:
Leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit in Bau-, Metall- und Elektroberufen – Probleme beim Übergang von Ausbildung in Beschäftigung ließen Jugendarbeitslosigkeit leicht steigen – Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung niedriger als vor Jahresfrist – in der Grundsicherung hat sich der Abstand zum Vorjahr verringert
Die anhaltenden winterlichen Bedingungen haben Arbeiten des Baugewerbes mit seinen vor- und nachgeordneten Branchen auch im Februar erschwert. Infolgedessen nahm die Arbeitslosigkeit in den Bauberufen im Februar um knapp 700 auf 11.700 zu.
Auch in den Metall- und Elektroberufen nahm die Arbeitslosigkeit in den vergangenen vier Wochen leicht zu – um 400 auf rund 10.000. Da in diesen Berufen vorwiegend Männer tätig sind, stieg auch nur die Zahl der männlichen Arbeitslosen an – und zwar um 1.100 oder 1,4 Prozent auf 76.900.
Überhaupt sind Männer von den Beschäftigungseinbußen im Verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeitsbranche betroffen. Das erklärt auch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 2.600 oder 3,6 Prozent binnen eines Jahres.
Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist dagegen in den vergangenen zwölf Monaten sogar um knapp 1.500 oder 2,5 Prozent auf 57.700 gesunken. Sie profitierten vor allem von dem Entstehen neuer Jobs im Dienstleistungssektor.
Im Februar endeten zum einen dreieinhalbjährige Berufsausbildungen, zum anderen legten in dieser Zeit Jugendliche, die im Sommer einen Fehlversuch hatten, ihre Abschlussprüfung nachträglich ab. Weil der Übergang von der Ausbildung in die Beschäftigung (2. Schwelle) nicht von allen nahtlos bewältigt werden konnte, stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe unter 25 Jahren im Februar an. Mitte des Monats waren 16.700 junge Frauen und Männer arbeitslos, 1.100 oder 6,7 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Zur Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit lassen sich dennoch zwei positive Feststellungen treffen: Zum einen deutet vieles darauf hin, dass sich die Probleme an der „2. Schwelle“ nicht verschärft haben und zum anderen konnte das Niveau trotz Wirtschaftskrise in den vergangenen zwölf Monaten gesenkt werden – um knapp 1.100 oder 5,8 Prozent.
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) liegt die Arbeitslosigkeit bereits leicht unter dem Vorjahresniveau. Hier wurden im Februar insgesamt 57.700 Arbeitslose gezählt, 1.400 weniger als ein Jahr zuvor. Im Bereich der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) ist sie dagegen in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen – und zwar um 2.600 oder 3,5 Prozent auf 76.900. Allerdings hat sich dieser Abstand zum Vorjahresniveau nicht weiter vergrößert.
In den ländlichen Regionen, deren Beschäftigung stärker saisonalen Schwankungen unterworfen ist, hat die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen vier Wochen erneut leicht zugenommen, während sie in den städtischen Ballungsräumen tendenziell gesunken ist. Dadurch hat sich aber nichts daran geändert, dass Arbeitslosigkeit vor allem ein Problem der Ballungsräume mit ihren hohen Anteilen an Industriearbeitsplätzen, den Strukturveränderungen und den oftmals schwierigeren Sozialstrukturen ist.
So wiesen der Eifelkreis Bitburg-Prüm und der Kreis Trier-Saarburg mit jeweils 4,0 Prozent weiterhin die niedrigsten Arbeitslosenquoten auf, gefolgt vom Rhein-Pfalz-Kreis (4,2 Prozent) und der Südlichen Weinstraße (4,6 Prozent). Die höchsten Arbeitslosenquoten wurden im Februar 2010 für die Städte Pirmasens (15,3 Prozent), Kaiserslautern (11,0 Prozent) und Ludwigshafen (10,1 Prozent) errechnet.
In Rheinland-Pfalz waren im Dezember 2009 – das ist der aktuellste Datenstand – 1,2 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, nur 100 weniger als vor einem Jahr. Hinter dieser nur marginalen Veränderung des Niveaus verbergen sich allerdings deutliche strukturelle Verschiebungen. So ist beispielsweise im Verarbeitenden Gewerbe die Zahl der Beschäftigten um rund 11.700 oder 3,7 Prozent auf 302.400 gesunken.
In der Zeitarbeit sind noch 21.000 Männer und Frauen beschäftigt, rund 2.000 oder 8,7 weniger als vor Jahresfrist. Im tertiären Sektor – ohne die Zeitarbeitsbranche – fällt hingegen die Beschäftigungsbilanz positiv aus. Hier ist die Zahl der Beschäftigten in nur zwölf Monaten um insgesamt 13.500 oder 1,8 Prozent auf 777.900 gestiegen. Insbesondere die Bereiche Erziehung und Unterricht (plus 2.000), Gesundheits- und Sozialwesen (plus 6.300) und das Gastgewerbe (plus 1.200) beschäftigten mehr Arbeitnehmer als vor einem Jahr.
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