Werner Simon: Bildungspolitik ist nicht fiskalischer Steinbruch
Kategorie: LVU
14.07.2009


Weniger Schüler sollen nach Willen der LVU auch zu kleineren Klassen führen. (Foto: pixelio.de)
Weniger Schüler sollen nach Willen der LVU auch zu kleineren Klassen führen. (Foto: pixelio.de)

„Es ist falsch, die demografischen Auswirkungen auf die Bildungspolitik als fiskalischen Steinbruch zu benutzen", sagt der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Werner Simon. Sinkende Schülerzahlen in den Grundschulen müssten dazu genutzt werden, die Pro-Kopf-Versorgung zu verbessern.

Die sogenannte Klassenmesszahl beschreibt die Größe, ab der – mit einer zulässigen Abweichung von zehn Prozent – eine zweite Klasse gebildet werden muss. Derzeit liegt dieser Wert bei 30. Schulen mit zwei Klassenstärken von 15 und 16 beispielsweise würden bei weiterem Schülerrückgang bereits bei einem Rückgang um einen Schüler die zweite Klassen schließen und den Unterricht in einer 30-Schüler-Einheit führen.

Die LVU wiederholt daher ihre Forderung nach einer Ausschöpfung der Demografie-Rendite. Hierzu müssten die Klassenmesszahlen angepasst werden. Bei zurückgehenden Schülerzahlen müsse die Chance auf eine Verbesserung des Betreuungsverhältnisses genutzt werden, statt dieses noch zusätzlich zu verschlechtern. „Hier wird am falschen Ende gespart", sagt Simon. Viele öffentliche Gelder, die am Ende der Ausbildung investiert werden müssten um junge Menschen ohne Schulabschluss oder die entsprechenden Qualifikationen doch noch für den Arbeitsmarkt verfügbar zu machen, könnten hier eingespart werden, wenn die Chancen im Grundschulbereich durch den Schülerrückgang konsequent genutzt würden.

 






Dateien:
PM-LVU_Nr-18-09_Klassenmesszahl.pdf


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