 |   Die Werbung für eine Veranstaltung auf dem Nürburgring wird scharf kritisiert. (Foto: Maclatz/ pixelio.de)
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Während sich die Arbeitnehmer und die Wirtschaft über sinkenden Zahlen beim Krankenstand freuen können, setzt die Nürburgring GmbH selbst in der Krise auf Sozialschmarotzer und die Spaßgesellschaft. Es lässt sich nicht erklären, dass ausgerechnet ein Staatsunternehmen für seine Veranstaltungen mit dem Slogan wirbt: „Meld Dich am Montag einfach krank". Darauf weist die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) hin.
„Ungerechtfertigte Krankmeldungen sind genauso wenig ein Kavaliersdelikt, wie es Steuerhinterziehung ist", vergleicht LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. In beiden Fällen entstünde ein finanzieller Schaden, auf dem der Geschädigte dann sitzenbleibt. Er verweist darauf, dass die Entgeltfortzahlung bei Krankheit, Mutterschaft und Heilverfahren die mit weitem Abstand teuerste ausschließlich vom Arbeitgeber finanzierte Sozialleistung ist. Nach dem aktuellen Sozialbudget beliefen sich die Entgeltfortzahlungskosten 2007 auf über 25 Mrd. Euro. Hinzu kommen insbesondere noch die hierauf fälligen Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Hieraus resultieren zusätzliche Kosten von rund 5 Mrd. Euro. Daneben finanzieren die Betriebe die Krankengeldzahlungen der Krankenkassen mit. Dieser Posten schlug 2007 bei ihnen mit etwa 2 Mrd. Euro zu Buche. In der Summe ergeben sich daraus für die Betriebe Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten von rund 32 Mrd. Euro pro Jahr.
„Nicht zuletzt müssen diejenigen die jeden Tag, auch Montags, zur Arbeit gehen, das Geld erwirtschaften mit dem der Nürburgring gebaut und unterhalten wird, nämlich Steuern auf harte Arbeit", so Simon. Es sei daher absolut nicht hinnehmbar, wenn indirekt Steuergelder dafür ausgegeben würden, die Menschen zu gesetzeswidrigem Verhalten aufzufordern das die Unternehmen in der dargestellten Weise finanziell belasten.
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