 |   Zeitarbeit ist für viele Menschen eine Brücke in Arbeit. Der DGB jedoch redete diese Chance für die Menschen im Lande schlecht. (Foto: Andreas Liebhart/ pixelio.de)
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„Ohne Zeitarbeit hätten wir weder die personalwirtschaftlichen Herausforderungen des Aufschwungs meistern, noch in der Krise bis hierhin Entlassungen im großen Stil vermeiden können“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Werner Simon. Wenn der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid jetzt vor der Juso-Landeskonferenz in Speyer von „moderner Form der Sklaverei“ spreche, so tue er dies wider besseren Wissens.
Offensichtlich seien angesichts des Erwatungsdrucks des Juso-Publikums die Pferde mit ihm durchgegangen. Denn während der DGB-Rheinland-Pfalz-Chef hier wettert, schließt der DGB-Bundesvorstand einen Zeitarbeits-Tarifvertrag nach dem anderen ab: „Gut zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer in Deutschland werden nach DGB-Tarifverträgen entlohnt“, erklärt Simon. Hinzu kommt: Zeitarbeit ist erwiesenermaßen eine Brücke in den Arbeitsmarkt. Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren 52 Prozent aller Zeitarbeitnehmer, die 2008 neu eingestellt wurden, zuvor erwerbslos.
Es mag die Stimmung des Augenblicks am Juso-Pult gewesen sein, die Muscheid zu seinem Rückfall in längst überwundene Zeitarbeits-Klischees motiviert haben mag – die objektive Sachlage, so Simon, könne es in jedem Fall nicht gewesen sein.
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PM-LVU_Nr-22-09_Zeitarbeit.pdf