 |   Die Auftragseingänge liegen in der rheinland-pfälzischen Industrie immer noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. (Foto: C. Noehren/ pixelio.de)
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Die rheinland-pfälzische Industrie verbuchte im September noch deutlich weniger Aufträge als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat August stiegen die Auftragseingänge nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems jedoch spürbar an.
Veränderungen gegenüber August 2009
Im September 2009 erhielt die rheinland-pfälzische Industrie preisbereinigt 12,2 Prozent mehr Aufträge als im August (Deutschland: plus 17,4 Prozent). Getragen wurde das Auftragsplus durch eine Zunahme der Bestellungen sowohl aus dem Inland (plus 10,3 Prozent) als auch aus dem Ausland (plus 13,9 Prozent). Von den umsatzstarken Branchen verbuchten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der Maschinenbau und die Hersteller von Metallerzeugnissen die höchsten Zuwachsraten; sie lagen zwischen 21,7 und 25,3 Prozent. Die Auslandsnachfrage stieg in diesen Zweigen zwischen 27,6 und 38,4 Prozent. Die Hersteller von Papier, Pappe und Waren aus diesen Stoffen, die Metallerzeugung und bearbeitung, die Hersteller von chemischen und von pharmazeutischen Erzeugnisse registrierten ebenfalls Auftragszuwächse, die sich in einer Spannbreite zwischen 11,7 und 1,5 Prozent bewegten. Mit Ausnahme der chemischen Industrie lagen die Zuwächse der Auslandsaufträge höher als die der inländischen Nachfrage.
Veränderungen gegenüber September 2008
Im Vergleich zum September 2008 lag das Ordervolumen preisbereinigt um 22,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor (Deutschland: minus 13,1 Prozent). Die Bestelltätigkeit aus dem Ausland blieb um 25,3 Prozent unter dem Vorjahreswert (Deutschland: minus 12,2 Prozent). Aus dem Inland gingen 19,4 Prozent weniger Bestellungen ein als vor einem Jahr (Deutschland: minus 14,1 Prozent).
Von den umsatzstarken Branchen verzeichnete die Metallerzeugung und bearbeitung den vierten Monat in Folge einen signifikanten Anstieg des Ordervolumens; sie erzielte im Vorjahresvergleich einen Zuwachs von 26,3 Prozent. Während sich die Inlandsbestellungen in diesem Zweig um 11,2 Prozent verbessert haben, wiesen die Auftragseingänge aus dem Ausland sogar ein Plus von 43,1 Prozent auf. Kräftige Auftragsrückgänge hingegen waren wiederum beim Maschinenbau (minus 36,1 Prozent) sowie bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (minus 32,1 Prozent) und von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 22,1 Prozent) zu verzeichnen, wobei die negative Entwicklung beim Maschinenbau maßgeblich durch den Rückgang der Inlandsbestellungen (minus 46 Prozent) und in den beiden anderen Branchen durch die Abnahme der Auslandsaufträge (minus 38,9 Prozent bzw. minus 30,7 Prozent) verursacht wurde.
Ebenfalls deutliche Einbußen bei den Bestellungen mussten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 16,8 Prozent), von Metallerzeugnissen (minus 9,3 Prozent) sowie von Papier, Pappe und Waren aus diesen Stoffen (minus 8,1 Prozent) hinnehmen. Auch in diesen Branchen gingen die Bestellungen aus dem Ausland deutlich stärker zurück als die Inlandsaufträge.