 |   Die Unternehmensinsolvenzen im Land sind ein Alarmsignal: Die Krise ist noch nicht vorbei! (Foto: M.E./ pixelio.de)
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Mehr als 1.000 Unternehmensinsolvenzen in Rheinland-Pfalz allein bis September des laufenden Jahres bedeuten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems eine Steigerung von 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon ist das ein Alarmsignal: "Die Krise ist keineswegs schon bewältigt. Auch, wenn es langsam wieder aufwärts geht, sind wir doch noch weit unterhalb der Wasseroberfläche."
Man dürfe sich nicht von den Steigerungsraten täuschen lassen, die etwa bei Auftragseingängen und Umsatzentwicklungen nun publiziert würden: "Wir sind im vergangenen Jahr so tief abgestürzt, dass jede Steigerungsrate jetzt von ganz niedrigem Niveau aus zu verstehen ist. Um das Minus beim Bruttoinlandsprodukt von schätzungsweise knapp 5 % wieder auszugleichen, brauchen wir mit dem prognostizierten Wachstum von 1,6 % mehr als drei Jahre, um wieder auf das Niveau vor der Krise zurückzukommen – ohne, dass wir eine Steigerung im Vergleich zu 2008 erreicht hätten. Von einem realen Plus sind wir noch weit entfernt“, sagt der LVU-Hauptgeschäftsführer.
Diese Einschätzung habe zudem auch die BDI-Mittelstandsumfrage bestätigt. Die befragten Unternehmer erwarten nur eine zögerliche Erholung und halten erst für den kommenden Herbst einen stetigen, stabilen Aufwärtstrend für realistisch. Von einem Ende der Krise könne man erst dann sprechen, wenn ein selbsttragender Aufschwung erkennbar sei: "Zunächst muss unser Ziel lauten, wieder auf das Niveau von Mitte 2008 zurückzukehren. Das können wir in absehbarer Zeit jedoch nur dann erreichen, wenn nicht wieder etwas Unvorhersehbares dazwischen kommt", so Simon. Mit Sorge betrachte er daher die aktuellen Meldungen um zunehmende Zahlungsschwierigkeiten verschiedener Staaten: "Eine Pleite-Welle bei den Staaten würde die aktuellen Erholungstendenzen sicherlich schnell wieder einbremsen."
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PM-LVU_Nr-37-09_Alarmsignal.pdf