Altersteilzeit: Bundesrat stoppt Landesregierung
Kategorie: LVU
18.12.2009


Nicht "Jung statt Alt", sondern einen gesunden generationen-Mix brauchen die Unternehmen im Lande. (Foto: Christiane Nill/ pixelio.de)
Nicht "Jung statt Alt", sondern einen gesunden generationen-Mix brauchen die Unternehmen im Lande. (Foto: Christiane Nill/ pixelio.de)

Der Bundesrat hat die Verlängerung der Altersteilzeit abgelehnt. "Eine weise Entscheidung", so LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Er begrüßt ausdrücklich, dass der Bundesrat den Antrag aus Rheinland-Pfalz, der die Fortführung der Altersteilzeit zum Ziel hatte, abgelehnt hat. "Dieses vorweihnachtliche Geschenk der Landesregierung wäre den Beitragszahlern teuer zu stehen gekommen. Es hätte allenfalls beim Auspacken noch Freude gemacht."  

In Zeiten, in denen die Menschen immer älter werden und die Zahl der jugendlichen Bewerber aus demografischen Gründen grundsätzlich rückläufig ist, könne es doch nicht richtig sein, die älteren Arbeitnehmer früher in den Ruhestand zu schicken. So würden Können und Erfahrung - der einzige Rohstoff, auf den wir in Deutschland setzen können - ohne Not frühzeitig aus den Betrieben abgezogen.  

Außerdem, so Simon, würden mit dieser Maßnahme die Beitragszahler über Gebühr belastet. Für Deutschland gilt: Die Förderung der Altersteilzeit durch die BA habe allein 2008 die Beitragszahler zur Arbeitslosenversicherung rund 1,35 Mrd. Euro gekostet. Die tatsächlichen Ausgaben haben sich damit gegenüber dem Jahr 2000 verfünffacht. Ein durchschnittlicher Altersteilzeitfall kostet die BA derzeit mehr als 50.000 Euro.

 






Dateien:
PM-LVU_Nr-38-09_Altersteilzeit.pdf


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