Bestellungen legen zu, Umsätze nehmen ab
Kategorie: Rheinland-Pfalz
04.03.2010


Im Vergleich zum Vormonat heißt es "Plus bei den Aufträgen, Minus bei den Umsätzen". Im Vergleich zum Vorjahr gibt es allerdings in der rheinland-pfälzischen Industrie ein "Doppel-Plus" zu verzeichnen. (Foto: C. Noehren/ pixelio.de)
Im Vergleich zum Vormonat heißt es "Plus bei den Aufträgen, Minus bei den Umsätzen". Im Vergleich zum Vorjahr gibt es allerdings in der rheinland-pfälzischen Industrie ein "Doppel-Plus" zu verzeichnen. (Foto: C. Noehren/ pixelio.de)

Im Januar 2010 haben sich die Auftragseingänge in der rheinland-pfälzischen Industrie im Vergleich zum Dezember 2009 deutlich erhöht (plus 15,4 Prozent). Sowohl die Nachfrage aus dem Inland als auch die aus dem Ausland nahm kräftig zu (plus 21,3 Prozent bzw. plus 10,6 Prozent). Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) zeigt sich allerdings noch ein leichtes Minus bei den Bestellungen (minus 1,2 Prozent). Dieses Minus resultiert aus einer schwachen Inlandsnachfrage (minus 4,2 Prozent), die Nachfrage aus dem Ausland ist dagegen gestiegen (plus 1,6 Prozent).

Von den vier größten Branchen in Rheinland-Pfalz musste im Vormonatsvergleich lediglich der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« einen leichten Rückgang der Bestellungen hinnehmen (minus 0,5 Prozent). Die drei anderen Branchen verzeichneten im Januar einen Nachfrageanstieg. Den stärksten Zuwachs gab es für den Fahrzeugbau (plus 31,2 Prozent). Die Bestellungen in der chemischen Industrie legten ebenfalls kräftig zu (plus 15,3 Prozent). Im Maschinenbau fiel der Zuwachs moderater aus (plus 3,1 Prozent).

Im Vorjahresvergleich zeigt sich bei den Bestellungen ein kräftiger Zuwachs. Gegenüber Januar 2009 legten die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe um 11,9 Prozent zu. An diesem Zuwachs waren das Inland und das Ausland etwa gleich stark beteiligt (plus 11,8 Prozent bzw. plus 11,9 Prozent). Der Vergleich zum Januar 2009 fällt nur für die Chemie ungünstig aus (minus 10,3 Prozent); alle anderen Branchen erzielten kräftige Zuwächse. Bei den Vorjahresvergleichen ist zu beachten, dass die Indexwerte im Januar 2009 als Folge der weltweiten Krise, die in der zweiten Jahreshälfte 2008 auf Deutschland übergegriffen hat, bereits sehr niedrige Niveaus aufwiesen. Im Januar 2009 lag der Auftragseingangsindex für das verarbeitende Gewerbe um über 40 Prozent unter dem Niveau vom Januar 2008.

Umsätze

Die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie - sowohl die mit dem Inland als auch die mit dem Ausland - haben sich im Januar 2010 im Vergleich zum Vormonat verringert (insgesamt minus 6,2 Prozent). Von den größeren Brachen konnte nur die Chemie eine Umsatzsteigerung verbuchen (plus 2,2 Prozent).

Allerdings lagen die Umsätze im rheinland-pfälzischen verarbeitenden Gewerbe deutlich über dem Vorjahresniveau (plus 10,9 Prozent). Dies ist auf den Anstieg der Auslandsumsätze zurückzuführen (plus 20,4 Prozent); die Umsätze im Inland sind wesentlich schwächer gewachsen (plus 2,6 Prozent). Auch hier muss beachtet werden, dass die Umsätze der Industrie infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise im Januar 2009 auf einem besonders niedrigen Niveau lagen. 

 









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