3.000 Jugendliche bleiben ohne Schulabschluss
Kategorie: Rheinland-Pfalz
05.03.2010


Lernen für einen Schulabschluss: Bei 6,7 % der Schulabgänger war das im vergangenen Jahr vergebens. (Foto: pixelio.de)
Lernen für einen Schulabschluss: Bei 6,7 % der Schulabgänger war das im vergangenen Jahr vergebens. (Foto: pixelio.de)

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, der ohne Hauptschulabschluss aus dem allgemeinbildenden Schulsystem ausscheidet, ist im Jahr 2009 erneut leicht gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, verließen im vergangenen Jahr 3.076 Jugendliche und junge Erwachsene die allgemeinbildenden Schulen, ohne die mit dem Hauptschulabschluss verbundene Berufsreife erlangt zu haben.

Ihr Anteil an allen Schulentlassenen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf nun 6,7 Prozent. Die meisten der insgesamt 45.768 Schulabgängerinnen und -abgänger des Jahres 2009 erreichten einen qualifizierten Sekundarabschluss I, also die so genannte »Mittlere Reife« (40,6 Prozent). Die allgemeine Hochschulreife erlangten 28,5 Prozent, den schulischen Teil der Fachhochschulreife 1,8 Prozent. Damit erhöhte sich der Anteil der Schulentlassenen mit Studienberechtigung um 1,4 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent. Mit einem Hauptschulabschluss verließen 22,4 Prozent der Jugendlichen die Schule, das waren zwei Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor.

Frauen erzielten auch im Jahr 2009 häufiger höherwertige Abschlüsse als Männer. So gingen 32,4 Prozent aller Schülerinnen mit allgemeiner Hochschulreife ab. Bei den männlichen Abgängern betrug dieser Anteil lediglich 24,7 Prozent. Ohne Hauptschulabschluss verließen fünf Prozent der jungen Frauen die Schule. Bei den männlichen Jugendlichen waren es 8,4 Prozent.

Deutliche Unterschiede in der Verteilung der Schulabschlüsse zeigten sich auch beim Vergleich zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Während 30,7 Prozent der Schulentlassenen ohne Migrationshintergrund das Abitur erlangten, waren es bei jenen mit Migrationshintergrund lediglich 13,8 Prozent. Dagegen lag der Anteil der Abgängerinnen und Abgänger ohne Hauptschulabschluss bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei 11,2 Prozent und damit fast doppelt so hoch wie bei den Schulentlassenen ohne Migrationshintergrund (6,1 Prozent).

Nach Definition der Kultusministerkonferenz ist ein Migrationshintergrund gegeben, wenn mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft: 1. keine deutsche Staatsangehörigkeit, 2. nichtdeutscher Geburtsort, 3. eine nichtdeutsche Familiensprache.

 


Links:

www.statistik.rlp.de








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