Ein Drittel alller Gründer sind weiblich
Kategorie: Rheinland-Pfalz
08.03.2010


Ein Drittel aller Rheinland-Pfälzer, die im vergangenen Jahr den Schritt in die Selbständigkei wagten, sind Frauen. (Foto: iGZ)
Ein Drittel aller Rheinland-Pfälzer, die im vergangenen Jahr den Schritt in die Selbständigkei wagten, sind Frauen. (Foto: iGZ)

Im Jahr 2009 wagten in Rheinland-Pfalz gut 38.400 Personen den Schritt in die Selbstständigkeit, indem sie entweder allein oder gemeinsam mit anderen ein Gewerbe neu gründeten. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems aus Anlass des Weltfrauentages am 8. März mitteilt, befanden sich darunter knapp 12.300 Frauen. Diese Zahl der an Neugründungen beteiligten Frauen ist niedriger als im Jahr 2008.

Damit wurde der in den Vorjahren beobachtete Trend einer steigenden Gründungsbeteiligung von Frauen unterbrochen - ihr Anteil sank von 33,6 auf 31,9 Prozent. Bei der Wahl des Betätigungsfeldes waren geschlechtsspezifische Unterschiede zu beobachten: Als absolute »Frauendomäne« erwies sich der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen. Der Frauenanteil unter den neuen Gewerbetreibenden betrug dort fast 74 Prozent. Gleiches galt mit einem Frauenanteil von gut 72 Prozent für den Bereich »Erbringung von sonstigen Dienstleistungen«, der u. a. Frisör- und Kosmetiksalons, Wäschereien und chemische Reinigungen sowie Saunas, Solarien und Bäder umfasst. Die geringste Bedeutung hatte die Gründertätigkeit von Frauen im Baugewerbe mit einem Anteil von knapp sieben Prozent. Auch im Bereich »Information und Kommunikation« lag der Frauenanteil mit knapp 17 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt.

Knapp ein Viertel der Frauen gründeten einen Gewerbebetrieb im Bereich »Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen«, davon die Mehrheit im Einzelhandel. Rund 20 Prozent der neuen Unternehmerinnen wurden im Bereich »Erbringung von sonstigen Dienstleistungen« tätig. Knapp zwölf Prozent meldeten ein Gewerbe im Bereich »Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen« an, wobei Werbung und Marktforschung bevorzugte Betätigungsfelder waren. Knapp elf Prozent der neuen Unternehmerinnen widmeten sich der »Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen«. Zu diesem Bereich gehört eine Vielzahl von Tätigkeiten zur Unterstützung der allgemeinen Geschäftstätigkeit, so z. B. die Vermietung von Gegenständen, die Vermittlung und Überlassung von Personal, das Betreiben von Reisebüros oder die Betreuung von Gebäuden.

Auch hinsichtlich der Form der Gewerbeausübung zeigten sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während sich knapp 50 Prozent der Frauen für eine Gründung im Nebenerwerb entschieden, lag dieser Anteil bei den männlichen Gründern nur bei 37 Prozent.  

 









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