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Kategorie: Rheinland-Pfalz 09.03.2010
Die Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM) ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das nördliche Rheinland-Pfalz. Zudem setzt sie sich für Klimaschutz, Wachstum und Lebensqualität spürbar ein: Das macht ihre erste Standortbilanz deutlich, die sie jetzt vorgestellt hat. Von ihrem Umsatz, der im Jahr 2008 rund 344 Millionen betragen hat, muss die EVM rund drei Viertel für den Einkauf von Erdgas und Strom sowie für Bundessteuern aufwenden.
Das übrige Viertel kommt fast vollständig der Region zu Gute: 76 Millionen Euro waren es allein im Jahr 2008. Von jedem Euro, den die EVM einnimmt, bleiben also 22 Cent in der Region. Erhoben hat die Standortbilanz die unabhängige Beratungsgesellschaft Eckart & Partner GmbH in Ottobrunn.
76 Millionen für den Wirtschaftskreislauf
„Die EVM ist ein regional verwurzeltes Unternehmen, das sein Wirtschaftsgebiet in der Region sieht und sich deshalb auf vielfältige Art dafür einsetzt“, fasst Josef Rönz, Geschäftsführer der EVM, die Ergebnisse der Standortbilanz zusammen. Knapp ein Viertel der in der Region verbleibenden Beträge fließt in Form von Löhnen, Gehältern, Steuern, Abgaben und Ausschüttungen an die öffentlichen Haushalte ihrer kommunalen Anteilseigner. Die EVM stabilisiert zudem die Wirtschaft in der Region durch Aufträge an Bauunternehmen, Handwerker, Dienstleister und ihre Förderprogramme, die knapp die Hälfte der in der Region verbleibenden Beträge ausmachen.
Allein das Förderprogramm „Erdgas & Solar“, das von 2008 bis 2009 lief, hat dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk (SHK-Handwerk) 3,9 Millionen Euro Umsatz beschert. Weitere Förderprogramme lassen die Umsatzsumme für das regionale SHK-Handwerk bis Ende März 2010 auf insgesamt 12,2 Millionen Euro steigen. Die EVM selbst investierte im Jahr 2009 insgesamt knapp 14,5 Millionen Euro in die Wartung, Modernisierung und den Ausbau ihrer eigenen Anlagen. Ein Großteil der Aufträge ging an Unternehmen aus der Umgebung. Und nicht zuletzt trägt die EVM durch ihre Lohn- und Gehaltszahlungen dazu bei, dass der Einzelhandel in der Region gestützt wird: Die EVM-Mitarbeiter leben im nördlichen Rheinland-Pfalz und kaufen auch hier ein.
1.233 Jobs durch EVM-Tätigkeit
Die EVM sichert neben den Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Unternehmen weitere Stellen indirekt. Im Jahr 2008 beschäftigte die EVM 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Aktivitäten der EVM und ihrer Mitarbeiter – Aufträge und Konsumausgaben – waren weitere 803 Menschen in Lohn und Brot. Das ist ein weiteres Ergebnis der Standortbilanz. Insgesamt sind demnach 1.233 Jobs unmittelbar oder mittelbar den Aktivitäten der EVM zuzurechnen. Die Analyse hat ergeben, dass jede Stelle bei der EVM weitere 1,87 Arbeitsplätze in der Region erhält. Damit ist die EVM nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als Motor für die regionale Beschäftigung ein wichtiger Akteur.
68.141 Tonnen weniger Kohlendioxid
„Eine nachhaltig sichere, umweltschonende und bezahlbare Energieversorgung für die Menschen in unserem Netzgebiet ist uns ein großes Anliegen“, sagte Josef Rönz, Geschäftsführer der EVM. „Im Jahr 2008 haben wir 560 alte Heizungen auf hocheffiziente Erdgastechnik umgestellt. Wir haben diese Investitionen unserer Kunden mit 400.000 Euro gefördert.“ Durch die Fördermaßnahmen der EVM zwischen 1999 und 2009 wurde der jährliche Ausstoß an Kohlendioxid um insgesamt 57.642 Tonnen reduziert. Darüber hinaus bietet die EVM ihren Kunden auch Biogas an und in Pilotgebieten Strom aus Wasserkraft. „Wir rechnen damit, dass wir Ende des Jahres 2010 durch unser Förderprogramm und den Verkauf von Grün-Produkten 68.141 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermeiden“, informiert der Geschäftsführer. Durch Aktionen will die EVM auf innovative Energietechniken aufmerksam machen: Sie verloste im vergangenen Jahr zehn Solarthermie-Anlagen unter interessierten Kunden. In diesem Jahr sind es eine Erdgaswärmepumpe und zwei Strom erzeugende Heizungen im Wert von insgesamt 50.000 Euro. Contracting-Angebote der EVM ermöglichen es Firmen und Kommunen, ihre Heizanlagen zu modernisieren, ohne selbst investieren zu müssen. „In diesen Dienstleistungen sehen wir ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, betont Josef Rönz. Derzeit baut die EVM beispielsweise ein neues, hocheffizientes Blockheizkraftwerk ins Freizeitbad Tauris ein, das mit Bio-Erdgas betrieben wird.
Engagement für mehr Lebensqualität
In der Standortbilanz wird auch das soziale, sportliche und kulturelle Engagement der EVM erläutert und beziffert. „Wir setzen uns dafür ein, dass auch künftige Generationen eine hohe Lebensqualität in ihrer Heimat haben“, sagt Josef Rönz. „Wir fühlen uns traditionell verpflichtet, uns für die Jugend, den Sport, die Bildung und für die Schwächeren in der Gesellschaft einzusetzen.“ Die EVM unterstützt die Tour der Hoffnung, die Spenden für den Kampf gegen den Krebs sammelt. Sie veranstaltet jährlich den EVM-Cup, ein Handballturnier für Mädchen und Jungen zwischen neun und zwölf Jahren. Zudem ist die EVM langjähriger Partner der Burgfestspiele Mayen. Sie fördert zahlreiche Vereine, soziale Einrichtungen und Kulturveranstaltungen.
Ziel der EVM sei es, auch im schärfer werdenden Wettbewerb auf dem Energiemarkt ihre Selbstständigkeit zum Wohle ihrer Kunden zu erhalten, betont der EVM-Geschäftsführer. „Wir wollen, dass Entscheidungen für die Region auch künftig in der Region getroffen werden. Das können wir nur, wenn wir wirtschaftlich stark und selbstständig bleiben.“
Die EVM ist als umweltfreundlicher Dienstleister ausgezeichnet und zertifiziert. Sie bietet ihren 165.000 Kunden einen umfassenden und persönlichen Service. Insgesamt versorgt sie mit ihrer Unternehmenstochter Gasversorgung Westerwald GmbH (GVW) 253 Kommunen mit Erdgas. Zudem beliefert die EVM die Stadt Cochem mit Strom. Ihr obliegt auch die Betriebsführung mehrerer Wasser- und Abwasserwerke.
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