 |   LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon (Foto: Benz)
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Frauen werden in Deutschland bei den Verdienstmöglichkeiten nicht grundsätzlich benachteiligt: "Eine Ungleichbehandlung in Tarifverträgen gibt es nicht", sagt LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Es gebe jedoch grundsätzliche Unterschiede im durchschnittlichen Erwerbsverhalten von Männern und Frauen, die sich entscheidend auch auf deren Durchschnittseinkommen auswirke.
"Frauen übernehmen in unserer Gesellschaft deutlich häufiger die Aufgaben in der Familie und im Haushalt, als das Männer tun. Da sie über ihr gesamtes Erwerbsleben weniger dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen als Männer, wirkt sich dies auf ihr - im Durchschnitt betrachtetes – Einkommen entsprechend aus", so Simon. „Wir wollen dies ändern und haben nicht erst seit Einführung des „Equal Pay Day“ und des „Girls´ Day“ die gesellschaftliche Diskussion darüber angestoßen.“ Es sei im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland, dass Frauen der gleichberechtigte Zugang zu allen Berufen ermöglicht wird. Dabei müssten zu allererst die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden: „Kitas, Kindergärten und Ganztagsschulen sind der richtige Ansatz, an dem wir mit allen gesellschaftlichen Gruppen weiterarbeiten werden“, so der LVU-Hauptgeschäftsführer.
So gebe es immer noch eine Präferenz von Mädchen bei der Berufswahl, die auf Berufe ausgerichtet ist, bei denen die Verdienste im Schnitt geringer sind. Dabei werben insbesondere die Arbeitgeber intensiv darum, dass sich junge Frauen auch für die vermeintlich typischen Männerberufe entscheiden. Doch immer noch seien gerade einmal 22 Prozent aller Studierenden in ingenieurwissenschaftlichen Fächern Frauen. Hier engagieren sich die Arbeitgeber mit vielversprechenden Kampagnen, etwa im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik).
Dateien:
PM-LVU_Nr-09-10_Equal-Pay-Day.pdf