 |   Im Vergleich zum niedrigen Krisenniveau aus dem Vorjahr entwickeln sich Umsätze und Aufträge in der rheinland-pfälzischen Industrie insgesamt positiv. (Foto: C. Nöhren/ pixelio.de)
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Im März 2010 hat sich die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie deutlich verbessert. Die Auftragseingänge legten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Vergleich zum Februar 2010 um 21 Prozent zu. Die Nachfrage aus dem Inland und dem Ausland ist in etwa gleich stark gestiegen (plus 21,6 Prozent bzw. plus 20,4 Prozent). Auch im stabileren Zweimonatsvergleich (Februar/März gegenüber Dezember/Januar) zeigt sich ein deutlicher Anstieg (plus 15,4 Prozent).
Die vier umsatzstärksten Industriebereiche verzeichneten alle einen kräftigen Nachfragezuwachs. Besonders deutlich stiegen die Bestellungen im Fahrzeugbau (plus 33,1 Prozent) und im Maschinenbau (plus 33,7 Prozent). Der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« verbuchte ein Nachfrageplus von einem Viertel. Die Auftragseingänge in der chemischen Industrie erhöhten sich um 13,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich zeigt sich bei den Bestellungen ebenfalls ein kräftiger Zuwachs. Gegenüber März 2009 erhöhten sich die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe um 38,5 Prozent. Die Nachfrage kam vor allem aus dem Ausland (plus 49,6 Prozent), aber auch die Inlandsnachfrage erhöhte sich kräftig (plus 26,5 Prozent).
Für alle vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie fällt der Vergleich zum März 2009 positiv aus. Den mit Abstand höchsten Auftragszuwachs verbuchte der Fahrzeugbau (plus 57,6 Prozent). Bei den Vorjahresvergleichen ist aber zu beachten, dass die Indexwerte im März 2009 als Folge der weltweiten Krise sehr niedrige Niveaus aufwiesen. Im März 2009 lag der Auftragseingangsindex für das verarbeitende Gewerbe um über 40 Prozent unter dem Niveau vom März 2008 - im Fahrzeugbau sogar um mehr als 60 Prozent.
Auch die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie - sowohl die mit dem Inland als auch die mit dem Ausland - haben sich im März 2010 im Vergleich zum Vormonat deutlich erhöht (insgesamt plus 21,1 Prozent). Von den vier großen rheinland-pfälzischen Industriebranchen erzielte der Fahrzeugbau im Vormonatsvergleich den höchsten Umsatzzuwachs (plus 41,9 Prozent).
Im Vergleich zum März 2009 gab es ebenfalls einen kräftigen Anstieg der Umsätze (plus 15,2 Prozent). Dieses Plus beruht auf Zuwächsen sowohl im Inland (plus 8,3 Prozent) als auch im Ausland (plus 22,6 Prozent). Während die Chemie und der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« ihre Umsätze gegenüber März 2009 deutlich steigern konnten (plus 47,3 Prozent bzw. plus 13,5 Prozent), mussten der Fahrzeugbau und der Maschinenbau Umsatzrückgänge hinnehmen (minus 8,8 Prozent bzw. minus 8,9 Prozent).