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Kategorie: Deutschland 17.05.2010
 |   Wieder mehr zu tun: Laut IW Köln wird die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 1,75 % wachsen. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr ist sie um 5 % geschrumpft! (Foto: Paul-Georg Meister/ pixelio.de)
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Die deutsche Wirtschaft hat die Rezession des vergangenen Jahres der IW-Frühjahrsprognose zufolge überwunden und profitiert – ungeachtet der Turbulenzen in der Europäischen Währungsunion – vom weltweiten Aufschwung. Der Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zufolge wird das reale BIP in Deutschland daher 2010 um 1,75 Prozent wachsen. Für 2011 ist sogar ein Plus von gut 2 Prozent zu erwarten.
Im Einklang mit dieser Vorhersage stehen die Ergebnisse der aktuellen IW-Konjunkturumfrage, an der mehr als 2.000 Unternehmen in West- und Ostdeutschland teilgenommen haben: Danach gehen 47 Prozent der Firmen für 2010 von einer höheren Produktion aus als 2009 und nur 18 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Insbesondere der Exportsektor zeigt sich optimistischer: 36 Prozent der Unternehmen erwarten für 2010 steigende Ausfuhren und nur noch knapp 14 Prozent ein schlechteres Auslandsgeschäft.
Verhaltener ist dagegen die Entwicklung bei den Investitionen, wo sich vor allem die immer noch unterausgelasteten Kapazitäten bemerkbar machen. Demzufolge stehen zwar bei gut 28 Prozent der befragten Firmen in diesem Jahr höhere Investitionsausgaben auf der Planung als 2009. Mit 26 Prozent gehen allerdings fast ebenso viele von einem geringeren Budget aus. Erfreulich ist, dass es auch 2010 zu keiner Entlassungswelle kommen wird: Lediglich jedes fünfte Unternehmen erwartet, Personal abbauen zu müssen. Ebenso viele planen dagegen, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.
„Das Herausrobben aus dem Tal geschieht schneller als erwartet“, kommentierte IW-Direktor Prof. Dr. Michael Hüther die Ergebnisse. Allerdings sei das Aufschwungsmuster mit einem vom Export und damit der Industrie getriebenen Auftrieb nicht überraschend, so Hüther. Das sei das „klassische Muster“ für Deutschland, das für die globale Nachfrage „hervorragend aufgestellt“ sei.
(Quelle: IW Köln, dpa, ap)
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