 |   Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz profitieren in der jetzigen Situation von ihrer Exportstärke. (Foto: C. Nöhren/ pixelio.de)
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Die rheinland-pfälzische Industrie verzeichnete im März 2010 deutlich mehr Aufträge als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Februar nahmen die Bestellungen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ebenfalls kräftig zu.
Veränderungen gegenüber März 2009
Im März 2010 erhielt die rheinland-pfälzische Industrie preisbereinigt 39 Prozent mehr Aufträge als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 30 Prozent). Die Order aus dem Inland stiegen um 26,9 Prozent (Deutschland: plus 26,8 Prozent), aus dem Ausland kamen 50,2 Prozent mehr Bestellungen als im März 2009 (Deutschland: plus 32,8 Prozent). Im Vorjahresmonat wiesen die Auftragseingänge infolge der Wirtschaftskrise allerdings ein sehr niedriges Niveau auf.
Die umsatzstärksten rheinland-pfälzischen Wirtschaftszweige verbuchten gegenüber März 2009 signifikante Zuwächse. Dies betraf die Metallerzeugung und -bearbeitung (plus 47,3 Prozent), den Maschinenbau (plus 45,5 Prozent), die Herstellung von chemischen Erzeugnissen (plus 36,5 Prozent) und die Herstellung von Metallerzeugnissen (plus 26,9 Prozent). Aber auch bei den Herstellern von Papier, Pappe und Waren daraus sowie von pharmazeutischen Erzeugnissen gab es einen kräftigen Anstieg der Bestellungen (plus 22,1 bzw. 12,6 Prozent). Den höchsten Auftragszuwachs erzielten, wie schon im Vormonat, die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 57,6 Prozent).
Die positive Nachfrageentwicklung resultierte überwiegend aus der deutlichen Zunahme bei den Auslandsbestellungen. Dies gilt vor allem für die Wirtschaftszweige Maschinenbau sowie Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, bei denen die Nachfrage aus grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen besonders stark angezogen ist (plus 79,8 bzw. plus 71,3 Prozent). Die höchsten Zuwachsraten bei den Inlandsaufträgen verbuchten die Metallerzeugung und -bearbeitung (plus 47,3 Prozent) sowie die Herstellung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen (plus 47 Prozent). Auch die Chemieindustrie, die umsatzstärkste rheinland-pfälzische Branche, und die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus konnten beim Inlandsgeschäft kräftig zulegen (plus 36,4 bzw. 20,7 Prozent).
Veränderungen gegenüber Februar 2010
Das Ordervolumen der rheinland-pfälzischen Industrie lag im März 2010 preisbereinigt um 21,4 Prozent höher als im Februar 2010 (Deutschland: plus 20,1 Prozent). Die Bestelltätigkeit aus dem Inland verbesserte sich ebenfalls, und zwar um 22 Prozent (Deutschland: plus 22 Prozent). Aus dem Ausland gingen 20,9 Prozent mehr Aufträge ein als im Vormonat (Deutschland: plus 18,5 Prozent).
Die Zunahme der Nachfrage nach Produkten des verarbeitenden Gewerbes wurde vor allem vom Maschinenbau (plus 34,2 Prozent) und der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 33,1 Prozent) beeinflusst. Kräftige Auftragszuwächse waren auch bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (plus 25 Prozent) und von pharmazeutischen Erzeugnissen (plus 22,4 Prozent) zu verzeichnen. Den größten Auftragsschub erzielten bei der Inlandsnachfrage die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 54,2 Prozent) und bei den Auslandsaufträgen die Hersteller von Metallerzeugnissen (plus 42,2 Prozent).