 |   Besonders das Auslandsgeschäft legt zu - aber da ging es vor einigen Monaten auch besonders tief runter. (Foto: Rainer Strum / pixelio.de)
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Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe erzielten im ersten Quartal 2010 Umsätze in Höhe von 16,8 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies 10,7 Prozent mehr als in dem von der Wirtschaftskrise stark getroffenen Vorjahreszeitraum (Deutschland: plus 9,1 Prozent).
Die Auslandsumsätze stiegen in Rheinland-Pfalz kräftig um 18,9 Prozent und in Deutschland um 14,9 Prozent. Die Exportquote - das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz - lag damit bei 51,6 Prozent (Deutschland: 45,9 Prozent). Auch die Inlandserlöse entwickelten sich mit plus 3 Prozent positiv (Deutschland: plus 4,7 Prozent). Im März 2010 zählte die rheinland-pfälzische Industrie 236.944 Beschäftigte, das waren rund 8.200 bzw. 3,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (Deutschland: minus 4,3 Prozent). Die Zahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden lag im ersten Quartal um 0,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Deutschland: minus 0,6 Prozent).
Die Chemieindustrie, die umsatzstärkste rheinland-pfälzische Branche, erzielte 35,4 Prozent mehr Umsatz als im ersten Quartal 2009. Bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren betrug der Zuwachs 12,1 Prozent. Höhere Umsätze verbuchten auch die Hersteller von Glas und Glaswaren einschließlich Keramik und Verarbeitung von Steinen und Erden (plus 8 Prozent), von Metallerzeugnissen (plus 7,1 Prozent) sowie von Papier, Pappe und Waren daraus (plus 6,1 Prozent). Die übrigen größeren Branchen verzeichneten einen vergleichsweise moderaten Anstieg in einer Bandbreite von plus 2,4 bis 3,3 Prozent oder mussten Rückgänge hinnehmen, die beim Maschinenbau (minus 9,2 Prozent), bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 6,4 Prozent) sowie von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 5 Prozent) deutlich ausfielen.
In fast allen Wirtschaftszweigen - mit Ausnahme der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (plus 1 Prozent) - gingen die Beschäftigtenzahlen im März 2010 zurück. Unter den großen Branchen verzeichneten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der Maschinenbau und die Hersteller von Metallerzeugnissen mit jeweils minus 5,4 Prozent eine deutlich niedrigere Beschäftigtenzahl als ein Jahr zuvor. Auch in der Metallerzeugung und bearbeitung ging die Beschäftigtenzahl spürbar zurück (minus 4 Prozent). Etwas geringer fiel die Personalreduzierung in den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren (minus 1,4 Prozent) sowie der Chemieindustrie (minus 1,3 Prozent) aus. Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 0,8 Prozent) sowie von Papier, Pappe und Waren daraus (minus 0,3 Prozent) konnten ihren Personalstand nahezu halten.