 |   PfalzMetall-Präsident Dr. Eduard Kulenkamp (Foto: Linzmeier-Mehn)
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„Es sind auf den ersten Blick Traumquoten, die uns die Statistischen Ämter aktuell melden. Das Plus für das erste Quartal 2010 von 10,7 Prozent für die Industrie-Umsätze in Rheinland-Pfalz muss man aber ins Verhältnis setzen zu dem heftigen Absturz, den wir zuvor erleiden mussten“, sagt der Präsident des Verbandes der Pfälzischen Metall- und Elektroindustrie, Dr. Eduard Kulenkamp, am Rande des PfalzMetall-Tages 2010 in Neustadt an der Weinstraße.
Die Umsätze der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz seien 2009 stark eingebrochen und bilden eine so niedrige Basis, dass es fast nur noch aufwärts gehen könne: „Wir hatten im Fahrzeugbau ein Minus von 43 Prozent bei den Umsätzen zu verzeichnen. Am besten innerhalb der M+E-Branche standen im vergangenen Jahr die M+E-Dienstleistungen mit einem Rückgang von zwölf Prozent da“, so Dr. Kulenkamp.
Die heimische M+E-Industrie habe in der Krise besonders im Exportgeschäft Federn lassen müssen: Während der Auslandsumsatz in Deutschland um 21,5 Prozent zurückgegangen sei, habe dieser in Rheinland-Pfalz um 36,9 Prozent abgenommen. Auch hier wurde der Fahrzeugbau mit einem Minus von 50,6 Prozent besonders hart getroffen. Auch der Inlandsumsatz ging in Rheinland-Pfalz überproportional hoch zurück: um 24,6 Prozent (Deutschland: - 17,4 Prozent).
„Wir sind von der Aussichtsplattform mit dem Aufzug nonstop in den Keller gerauscht und sind jetzt gerade mit der Treppe wieder auf dem Weg ins Erdgeschoss“, vergleicht der PfalzMetall-Präsident. Angesichts der Werte sei es bemerkenswert, dass die Beschäftigung nur leicht rückläufig sei – in dem gebeutelten Fahrzeugbau seien es gerade einmal 3,6 Prozent beschäftigte weniger, als noch vor einem Jahr: „Das Kurzarbeitergeld und sehr besonnenes Handeln der Tarifparteien haben einen wesentlichen Beitrag geleistet. Die Unternehmer haben diese Kraftanstrengung jedoch nur in der Erwartung leisten können, dass es in absehbarer Zeit einen nachhaltigen Aufschwung geben wird“, so Dr. Kulenkamp.
Der entsprechende Frühindikator, die Auftragseingänge, mache Mut: Die Auftragseingänge legten in Rheinland-Pfalz bereits im letzten Quartal 2009 kontinuierlich zu, was sich auch in den ersten beiden Monaten 2010 fortsetzte. Das Exportgeschäft entwickelte sich hierbei stärker als das Inlandsgeschäft. Insgesamt, so der PfalzMetall-Präsident, sei ein positiver Trend erkennbar.
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