 |   Jeder zehnte Arbeitsplatz in Rheinland-Pfalz steht mit der Landwirtschaft und der Ernährungstechnik in Zusammenhang - dazu gehören auch die Mitarbeiter des John Deere-Feldhäcksler-Werkes in Zweibrücken. (Foto: Speker)
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Die FDP-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung in einem Antrag auf, den Wissensvorsprung der rheinland-pfälzischen Agrarforschung in Zusammenarbeit mit den zuständigen Unternehmen als Exportgut offensiv zu vermarkten. Landwirtschaft und Weinbau gehörten mit einer Bruttowertschöpfung in Höhe von 1.359 Millionen Euro zum Kernbereich des rheinland-pfälzischen Mittelstands, so der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Walter Strutz.
Das Investitionsvolumen der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft betrage rund 472 Millionen Euro. "Jeder 10. Arbeitsplatz in Rheinland-Pfalz steht mit der Land- und Ernährungswirtschaft in Verbindung", sagte Strutz. Die Landesregierung solle den landwirtschaftlichen Technologietransfer auch in das Standortmarketing im Rahmen seiner Auslandsaktivitäten aufnehmen. "Das gilt insbesondere für die mittel- und osteuropäischen Staaten", so Strutz. Gerade im Bereich des landwirtschaftlichen Technologietransfers ergäben sich gute Exportchancen für rheinland-pfälzische Unternehmen aus dem Bereich der Landwirtschaft und der ihr vor- bzw. nachgelagerten Sektoren.
Die rheinland-pfälzischen Kompetenzen im kompletten Agribusiness müssten gebündelt werden. Dazu müsse sowohl auf Landesebene als auch auf regionaler Ebene ein vom zuständigen Ministerium initiierter regelmäßiger Erfahrungsaustausch veranlasst werden. Vor dem Hintergrund des stetig steigenden weltweiten Qualitätsbewusstseins müssten Marktstudien für die relevanten Zielmärkte forciert erstellt werden, um das Exportpotenzial rheinland-pfälzischer Produkte und Dienstleistungen abschätzen zu können.