 |   Es gibt wieder mehr zu tun in der rheinland-pfälzischen Industrie. (Foto: Otelo/ pixelio.de)
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Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe erzielten in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 Umsätze in Höhe von 22,9 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies 13 Prozent mehr als in dem von der Wirtschaftskrise stark getroffenen Vorjahreszeitraum (Deutschland: plus 10,9 Prozent).
Die Auslandsumsätze stiegen in Rheinland-Pfalz kräftig um 21,1 Prozent (Deutschland: plus 17,4 Prozent). Die Exportquote - das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz - lag damit unverändert bei 51,6 Prozent (Deutschland: 45,9 Prozent). Auch die Inlandserlöse entwickelten sich mit plus 5,5 Prozent positiv (Deutschland: plus 5,9 Prozent).
Im April 2010 zählte die rheinland-pfälzische Industrie 236.779 Beschäftigte, das waren rund 7.000 bzw. 2,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (Deutschland: minus 3,8 Prozent). Im Vormonat hatte der Rückgang noch 3,4 Prozent betragen. Die Zahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden lag in den ersten vier Monaten um 1,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 0,5 Prozent).
Die Chemieindustrie, die umsatzstärkste rheinland-pfälzische Branche, erzielte von Januar bis April 35,9 Prozent mehr Umsatz als im gleichen Vorjahreszeitraum. Ebenfalls deutliche Zuwächse verbuchten die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (plus 14,5 Prozent), von Glas und Glaswaren einschließlich Keramik und Verarbeitung von Steinen und Erden (plus 9,7 Prozent) sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung (plus 9,1 Prozent). Besser ging es auch den Herstellern von Metallerzeugnissen (plus 8,3 Prozent), von Papier, Pappe und Waren daraus (plus 7,7 Prozent) sowie von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 3,2 Prozent). Nahezu unverändert waren die Umsätze in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (plus 0,4 Prozent). Die übrigen größeren Branchen mussten Umsatzrückgänge hinnehmen, die beim Maschinenbau (minus 6,2 Prozent), bei der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 3,7 Prozent) sowie der Getränkeherstellung (minus 1,4 Prozent) teilweise deutlich ausfielen.
In fast allen Wirtschaftszweigen - mit Ausnahme der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (plus 0,2 Prozent) - lag die Zahl der Beschäftigten im April 2010 niedriger als ein Jahr zuvor. Unter den großen Branchen verzeichneten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie die Getränkeproduzenten (jeweils minus 5,1 Prozent), die Hersteller von Metallerzeugnissen (minus 4,3 Prozent) und der Maschinenbau (minus 4,1 Prozent) eine deutlich niedrigere Beschäftigtenzahl. Auch in der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik einschließlich Verarbeitung von Steinen und Erden (minus 3,7 Prozent) sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 3,4 Prozent) ging die Beschäftigtenzahl spürbar zurück. Etwas geringer fiel die Personalreduzierung in der Chemieindustrie (minus 1,1 Prozent) und bei den Herstellern von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 0,9 Prozent) aus. Die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln sowie von Papier, Pappe und Waren daraus konnten ihren Personalstand nahezu halten.