 |   Wieder weniger zu tun: Die Auftragslage der Industrie in rheinland-Pfalz hat sich wieder verschlechtert. (Fot: Paul-Georg meister/ pixelio.de)
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Die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie hat sich im Mai dieses Jahres abermals verschlechtert. Verglichen mit April 2010 sanken die Bestellungen um 6,2 Prozent. Wobei die Nachfrage aus dem Ausland (minus 6,5 Prozent) etwas stärker zurückging als die aus dem Inland (minus 5,8 Prozent).
Obwohl das Ordervolumen im Mai 2010 zum zweiten Mal in Folge gesunken ist, fällt der stabilere Zweitmonatsvergleich (April/Mai gegenüber Februar/März) noch positiv aus (plus 1,2 Prozent).
Alle vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie mussten einen Nachfragerückgang hinnehmen. In der chemischen Industrie (minus 10,3 Prozent) und im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 8,2 Prozent) verringerten sich die Auftragseingänge am stärksten.
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich im Mai ein kräftiger Zuwachs der Bestellungen (plus 24,5 Prozent). Wie schon in den ersten drei Monaten 2010 legten die Auftragseingänge aus dem Ausland (plus 30,0 Prozent) stärker zu als die Nachfrage aus dem Inland (plus 18,6 Prozent). Von dem Auftragsplus profitierten alle vier großen Bereiche des rheinland-pfälzischen verarbeitenden Gewerbes. Die mit Abstand höchste Zunahme verzeichnete - nun zum dritten Mal in Folge - der Fahrzeugbau (plus 61,9 Prozent). Bei den Vergleichen zum Vorjahr muss allerdings beachtet werden, dass die Indexwerte der Vorjahresmonate infolge der globalen Wirtschaftskrise sehr niedrige Niveaus aufwiesen. Die hohen Zuwachsraten beruhen also zum Teil auf einem statistischen Basiseffekt.
Die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie sind im Mai 2010 im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen (plus 0,4 Prozent). Während sich die Umsätze mit dem Ausland erhöhten (plus 3 Prozent), gingen die Inlandsumsätze zurück (minus 2,4 Prozent). Von den vier großen rheinland-pfälzischen Industriebranchen konnte nur der Maschinenbau ein Umsatzplus verbuchen; die anderen drei Bereiche mussten geringe Umsatzeinbußen hinnehmen.
Gegenüber Mai 2009 entwickelten sich die Industrieumsätze durchweg positiv (insgesamt: plus 22,8 Prozent). Sowohl mit dem In- als auch mit dem Ausland sowie nach den vier großen Industriebranchen betrachtet sind Umsatzsteigerungen festzustellen.