Industrieaufträge uneinheitlich
Kategorie: Rheinland-Pfalz
20.07.2010


Auf und ab; Die Auftragseingänge in Rheinland-Pfalz entwickeln sich uneinheitlich. Der Mai 2010 war stärker als der Vorjahresmonat, aber schwächer als der April 2010. (Foto: Paul-Georg Meister/ pixelio.de)
Auf und ab; Die Auftragseingänge in Rheinland-Pfalz entwickeln sich uneinheitlich. Der Mai 2010 war stärker als der Vorjahresmonat, aber schwächer als der April 2010. (Foto: Paul-Georg Meister/ pixelio.de)

Die rheinland-pfälzische Industrie verzeichnete im Mai 2010 deutlich mehr Aufträge als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat April nahmen die Bestellungen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems hingegen ab.

Veränderungen gegenüber Mai 2009

Im Mai 2010 erhielt die rheinland-pfälzische Industrie preisbereinigt 24,5 Prozent mehr Aufträge als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 24,7 Prozent). Die Nachfrage aus dem Inland stieg um 18,3 Prozent (Deutschland: plus 20,1 Prozent), aus dem Ausland kamen 30,2 Prozent mehr Bestellungen als im Mai 2009 (Deutschland: plus 29 Prozent). Im Vorjahresmonat wiesen die Auftragseingänge infolge der Wirtschaftskrise allerdings ein sehr niedriges Niveau auf.

Die umsatzstärksten rheinland-pfälzischen Wirtschaftszweige verbuchten gegenüber Mai 2009 - mit Ausnahme der Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (Inland: minus 1,4 Prozent; Ausland: plus 4,5 Prozent) - durchgängig zweistellige Zuwächse. Von der deutlich belebten Geschäftstätigkeit profitierten vor allem die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 61,6 Prozent), wobei insbesondere das Exportgeschäft boomte. Die Auftragseingänge aus dem Ausland, die hier bereits seit sechs Monaten stetig zulegen, verzeichneten ein signifikantes Plus von 90,5 Prozent (Inland: plus 37,9 Prozent). Damit erzielte diese Branche wie schon im Vormonat den höchsten Auftragszuwachs. Deutlich mehr Aufträge gegenüber Mai 2009 verzeichneten auch der Maschinenbau (plus 37,9 Prozent), die Chemieindustrie (plus 16,8 Prozent), die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (plus 15,3 Prozent), die Hersteller von Metallerzeugnissen (plus 14,8 Prozent) sowie die Metallerzeugung und  bearbeitung (plus 11,5 Prozent). Treiber der guten Entwicklung ist die große Nachfrage aus dem Ausland, begünstigt durch den schwachen Euro. Einzig die Metallerzeugung und  bearbeitung registrierte einen Rückgang bei den Auslandsbestellungen (minus 3,2 Prozent), konnte dies aber durch einen überdurchschnittlichen Zuwachs der Inlandsbestellungen (plus 33,8 Prozent) ausgleichen.

Veränderungen gegenüber April 2010

Das Bestellvolumen der rheinland-pfälzischen Industrie lag im Mai 2010 preisbereinigt um 6,2 Prozent niedriger als im April 2010 (Deutschland: minus 2,8 Prozent). Das Minus wurde sowohl durch den Rückgang der Auslandsorder um 6,4 Prozent (Deutschland: minus 1,3 Prozent) als auch durch die Abnahme der Inlandsbestellungen um 6,1 Prozent (Deutschland: minus 4,4 Prozent) verursacht. Das Ausmaß der sinkenden Nachfrage nach Industrieprodukten insgesamt wurde vor allem von der umsatzstärksten rheinland-pfälzischen Branche, der Chemieindustrie (minus 10,1 Prozent), aber auch von der Herstellung von Metallerzeugnissen (minus 9,7 Prozent), von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 8,9 Prozent) und der Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 8,4 Prozent) beeinflusst.

 









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