 |   Wieder mehr zu tun: Ein Umsatz-Plus von knapp 15 % verzeichnet die Industrie in rheinland-Pfalz in den ersten fünf Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (Foto: Otelo/ pixelio.de)
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Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe erzielten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2010 Umsätze in Höhe von 29 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies 14,9 Prozent mehr als in dem von der Wirtschaftskrise stark betroffenen Vorjahreszeitraum (Deutschland: plus 12,1 Prozent).
Die Auslandsumsätze stiegen in Rheinland-Pfalz kräftig um 23,6 Prozent (Deutschland: plus 18,8 Prozent). Die Exportquote - das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz - hatte sich im Fünf-Monats-Zeitraum leicht erhöht und lag damit bei 51,8 Prozent (Deutschland: unverändert 45,9 Prozent). Auch die Inlandserlöse entwickelten sich mit plus 6,9 Prozent positiv (Deutschland: ebenfalls plus 6,9 Prozent).
Im Mai 2010 zählte die rheinland-pfälzische Industrie 236.996 Beschäftigte, das waren rund 5.700 bzw. 2,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (Deutschland: minus 3,2 Prozent). Gegenüber dem Vormonat April 2010 war allerdings ein Beschäftigtenanstieg zu verzeichnen. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden lag in den ersten fünf Monaten um 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 0,8 Prozent).
Die Chemieindustrie, die umsatzstärkste rheinland-pfälzische Branche, erzielte von Januar bis Mai 2010 insgesamt 37 Prozent mehr Umsatz als im gleichen Vorjahreszeitraum. Ebenfalls deutliche Zuwächse verbuchten die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (plus 29,7 Prozent), von Gummi- und Kunststoffwaren (plus 15,5 Prozent), von elektrischen Ausrüstungen (plus 13,9 Prozent), von Glas und Glaswaren einschließlich Keramik und Verarbeitung von Steinen und Erden (plus 12,3 Prozent) sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung (plus 11,8 Prozent). Besser ging es auch den Herstellern von Papier, Pappe und Waren daraus (plus 9,8 Prozent), von Metallerzeugnissen (plus 9,5 Prozent) sowie von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 7,9 Prozent). Nahezu gleichbleibend waren die Umsätze in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (plus 0,4 Prozent). Die übrigen größeren Branchen mussten Umsatzrückgänge hinnehmen, die sich aber im Maschinenbau (minus 2,9 Prozent) oder bei der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 1,1 Prozent) im bisherigen Jahresverlauf weiter abmildern.
In den meisten Wirtschaftszweigen lag die Zahl der Beschäftigten im Mai 2010 niedriger als ein Jahr zuvor. Unter den großen Branchen verzeichneten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (jeweils minus 4,7 Prozent) sowie die Getränkehersteller (minus 4,6 Prozent) eine deutlich niedrigere Beschäftigtenzahl. Auch in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (minus 3,6 Prozent), der Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 3,3 Prozent) und im Maschinenbau (minus 3,1 Prozent) war die Beschäftigtenzahl noch rückläufig. Einige andere Branchen, wie die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren, von Nahrungs- und Futtermitteln, von Papier, Pappe und Waren daraus sowie in der Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen konnten den Beschäftigtenstand des Vorjahres geringfügig überschreiten.
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