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Kategorie: LVU 19.08.2010
 |   Besonders im universitären Bereich finden die Verbesserungen zu langsam statt, findet die LVU. (Foto: Uni Münster)
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Beim Bildungsmonitor 2010 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erreicht die rheinland-pfälzische Bildungspolitik ein insgesamt durchschnittliches Ergebnis. Während Schulqualität und Internationalisierung leicht über dem deutschen Durchschnitt abschneiden, gibt es in der Forschungsorientierung teilweise immer noch große Abweichungen nach unten – trotz leichter Verbesserungen.
Für LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon ist das Ergebnis eine Aufforderung an die Landesregierung, noch mehr zu tun: „Wer überholen will, muss nicht nur die Spur wechseln, sondern auch Gas geben“, sagt er. Die Beschleunigung lasse beispielsweise bei den Punkten Drittmitteleinwerbung, sowie Habilitations- und Promotionsquoten zu wünschen übrig: „Die Richtung stimmt, nur die Geschwindigkeit noch nicht.“
Während die Drittmittelquote in Rheinland-Pfalz bei 14,4 Prozent liege, kämen die Universitäten im Deutschland-Schnitt auf 19,6 Prozent. „Unsere Hochschulen werben weniger Drittmittel ein und gleichzeitig verzichten wir in Rheinland-Pfalz auf Studiengebühren. Das erklärt die schlechte Finanzausstattung der Hochschulen im Lande“, sagt Simon. Zwar seien die Drittmittel in Rheinland-Pfalz im Vergleich zu der Untersuchung 2008 gestiegen, allerdings nicht so stark, wie im Rest Deutschlands.
Bei den Habilitations- und Promotionsquoten schneidet Rheinland-Pfalz – sowohl im Vergleich, als auch absolut – besser ab, als noch vor zwei Jahren. Allerdings hat das nicht gereicht, um den Rückstand aufzuholen: Bei den Habilitationen pro Professor liegt Rheinland-Pfalz bei 4,0 % (Deutschland: 4,8 %) und bei den Promotionen bei 5,7 % (Deutschland: 8,1 %).
Insgesamt fordert Simon die Landesregierung auf, die anstehende Demographie-Rendite zur weiteren Verbesserung der Bildungsqualität in Rheinland-Pfalz zu nutzen: „Wenn aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge weniger Kinder in das Bildungssystem kommen und wir gleichzeitig die Bildungsausgaben konstant halten, dann entstehen die nötigen Spielräume, um die Schwächen abzustellen. Deutschland hat nur den Rohstoff „Köpfe“ und an dessen Veredelung müssen wir mit aller Kraft arbeiten.“
Dateien:
PM-LVU_Nr-24-10_Bildungsmonitor.pdf
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