 |
Kategorie: Rheinland-Pfalz 30.08.2010
 |   Die Industrie in Rheinland-Pfalz erholt sich: Das Umsatz-Plus im ersten Halbjahr von 17,1 % kommt jedoch von ganz niedrigem Krisen-Niveau. (Foto: Paul-Georg meister/ pixelio.de)
|
Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe erzielten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 Umsätze in Höhe von 35,7 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies 17,1 Prozent mehr als in dem von der Wirtschaftskrise stark getroffenen Vorjahreszeitraum (Deutschland: plus 13,3 Prozent).
Die Auslandsumsätze stiegen in Rheinland-Pfalz kräftig um 26,6 Prozent und in Deutschland um 19,8 Prozent. Die Exportquote - der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz - erhöhte sich damit leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 52,1 Prozent (Deutschland: 46 Prozent). Auch die Inlandserlöse zogen mit plus 8,2 Prozent spürbar an (Deutschland: ebenfalls plus 8,2 Prozent).
Im Juni 2010 zählten die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe 236.898 Beschäftigte. Das waren rund 5.100 bzw. 2,1 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat (Deutschland: minus 2,7 Prozent). Im Mai betrug der Rückgang noch 2,4 Prozent. Die Zahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden war im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent höher als in den ersten sechs Monaten 2009 (Deutschland: plus 1,7 Prozent).
Die Chemieindustrie, die umsatzstärkste rheinland-pfälzische Branche, meldete gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 einen signifikanten Umsatzanstieg (plus 41,1 Prozent). Ebenfalls deutliche Zuwächse verbuchten die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (plus 16,5 Prozent), die Metallerzeugung und bearbeitung (plus 13,9 Prozent) sowie die Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik einschließlich Verarbeitung von Steinen und Erden (plus 13,2 Prozent). Die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen erwirtschaftete ebenfalls einen Umsatzzuwachs (plus 11,5 Prozent), wobei hier vor allem die Auslandsgeschäfte stark ausgeweitet wurden (plus 21,7 Prozent). Auch die Umsätze der Hersteller von Metallerzeugnissen sowie von Papier, Pappe und Waren daraus lagen im zweistelligen Bereich (plus 10,8 bzw. plus 10,6 Prozent). Die übrigen größeren Branchen mussten demgegenüber - mit Ausnahme der Getränkeherstellung (plus 0,5 Prozent) - Umsatzrückgänge hinnehmen, die beim Maschinenbau (minus 0,8 Prozent), bei der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 1,6 Prozent) sowie der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (minus 1,7 Prozent) jedoch moderat ausfielen.
In den meisten Wirtschaftszweigen lag die Zahl der Beschäftigten im Juni 2010 niedriger als ein Jahr zuvor. Unter den großen Branchen verzeichneten die Getränkeproduzenten (minus 6,5 Prozent), die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 3,9 Prozent), der Maschinenbau (minus 3,3 Prozent) sowie die Hersteller von Metallerzeugnissen (minus 3,2 Prozent) ein deutlich niedrigeres Beschäftigtenniveau als ein Jahr zuvor. Auch in der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik einschließlich Verarbeitung von Steinen und Erden (minus 2,5 Prozent) sowie der Metallerzeugung und bearbeitung (minus 2,3 Prozent) ging die Beschäftigtenzahl zurück. Etwas geringer fiel die Personalreduzierung bei den Herstellern von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 1 Prozent) und der Chemieindustrie (minus 0,9 Prozent) aus. Die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren sowie von Papier, Pappe und Waren daraus konnten ihren Personalstand leicht ausweiten (plus 1,5 bzw. plus 1,4 Prozent). Die Beschäftigtenzahl der Nahrungs- und Futtermittelhersteller hingegen verharrte in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (plus 0,1 Prozent).
Links:
www.statistik.rlp.de
« zurück
|
|  |