 |   LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon (Foto: Linzmeier-Mehn)
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"Die nun vorgelegten Zahlen zu den Lohnstückkosten zeigen deutlich, welchen Kraftakt die Unternehmen im Land in der Finanz- und Wirtschaftskrise geleistet haben, um ihre Belegschaften zu halten", sagt LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat darauf hingewiesen, dass 2009 die Lohnstückkosten im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um 16 Prozent pro Produktionseinheit gestiegen sind. Das ist so stark wie in keinem anderen Industrieland: „Obwohl die Nachfrage nach Industriegütern einbrach, beschäftigten die Unternehmen überproportional viele Mitarbeiter weiter“, so Simon. "
Die deutschen Unternehmen haben in der Krise viel investiert um ihre Mitarbeiter zu halten“, macht Werner Simon deutlich. Er erinnert daran, dass es sich um den stärksten Konjunktur-Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland gehandelt habe. Und diese Krise sei trotz des Aufwärtstrends noch immer nicht überwunden: Dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent stehe ein Zuwachs in diesem Jahr von voraussichtlich 3,25 Prozent gegenüber. „Jede Verteilungsdiskussion verbietet sich angesichts dieser Zahlen zum jetzigen Zeitpunkt“, so Werner Simon.
Auch langfristig tendierten die deutschen Lohnstückkosten nach Angaben des IW Köln nach oben: Zwischen 1991 und 2009 verteuerte sich diese Größe um fast 24 Prozent – bei der ausländischen Konkurrenz waren es im Schnitt nur 9 Prozent. Aktuell hat sich die Kostensituation in der heimischen Verarbeitenden Industrie jedoch dank der gestiegenen Nachfrage nach Maschinen und Produktionsanlagen wieder etwas entspannt. Im Herbst 2010 lagen die Lohnstückkosten in Deutschland noch 11 Prozentpunkte über dem Wert, den sie vor der Wirtschaftskrise hatten.