 |   LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon (Foto: Linzmeier-Mehn)
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"Es gibt gravierende Unterschiede im durchschnittlichen Erwerbsverhalten von Männern und Frauen, sodass auch deren Durchschnittseinkommen unterschiedlich sind", erklärt der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Werner Simon, angesichts der aktuellen Diskussion um scheinbar ungleiches Entgelt zwischen Männern und Frauen. Es treffe nicht zu, dass Männer und Frauen für dieselbe Tätigkeit unterschiedlich entlohnt werden - schon gar nicht tariflich.
"Es ist gesellschaftliche Realität, dass Frauen in unserer Gesellschaft deutlich häufiger die Aufgaben in der Familie und im Haushalt zu Lasten ihres beruflichen Erfolges übernehmen, als das Männer tun. So stehen Frauen über ihr gesamtes Leben schon zeitlich kürzer im Erwerbsleben - sei es durch familiär bedingte Auszeiten oder durch Teilzeitbeschäftigung. Die von Frauenministerin Malu Dreyer propagierten Zahlen blenden in unzulässiger Weise diese Fakten aus und bilden den nichtssagenden Durchschnitt aus Einkommen pro Kopf", so Simon. Er fordert daher nachdrücklich ein radikales gesellschaftliches Umdenken. Unsere politisch verantworteten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen seien frauenfeindlich: „Kitas, Kindergärten und Ganztagsschulen sind der richtige Ansatz, an dem wir mit allen gesellschaftlichen Gruppen weiterarbeiten werden“, so der LVU-Hauptgeschäftsführer, "aber auch an einem Paradigmenwechsel hinsichtlich des Rollenverständnisses von Frauen und Männern."
Simon betonte, dass es seitens der Wirtschaft ein großes Interesse an der Erhöhung der Frauen-Erwerbstätigkeit gibt und Frauen Zugang zu allen Berufen finden müssen: „Wir haben nicht erst seit Einführung des „Equal Pay Day“ und des „Girls Day“ dieses gesellschaftliche Umdenken gefordert.“ Dennoch gebe es leider immer noch die Präferenz von Mädchen für Berufe, die typisch nur geringe Verdienstchancen bieten. Schon längst werben die Arbeitgeber intensiv darum, dass sich junge Frauen für die vermeintlich typischen Männerberufe entscheiden. Doch immer noch sind weniger als ein Viertel der Studierenden in ingenieurwissenschaftlichen Fächern Frauen. Deshalb engagieren sich die Arbeitgeber mit vielversprechenden Kampagnen, etwa im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) um schon z. B. im Vorschulbereich die Karriere von Frauen zu verbessern.