JUNIOR: Mit Naturseifen auf Platz 2
Kategorie: Rheinland-Pfalz
17.06.2011


Das zweitplatzierte Team aus Kaiserslautern gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze (links), und dem Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Prof. Dr. Michael Hüther (rechts). Foto: JUNIOR gGmbH
Das zweitplatzierte Team aus Kaiserslautern gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze (links), und dem Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Prof. Dr. Michael Hüther (rechts). Foto: JUNIOR gGmbH

Mit einem Konzept für die Herstellung und den Vertrieb von Naturseifen haben es die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule I Technik aus Kaiserslautern mit ihrem Gründerunternehmen „Fena-Seifen“ auf den zweiten Platz des Gründerwettbewerbs JUNIOR geschafft. Auf Platz eins landete die Schülerfirma „envolisten“ des Städtischen Gymnasiums aus Kamen.

Staatssekretär Hintze hob auf der Preisverleihung die Bedeutung des JUNIOR-Wettbewerbs für die Förderung einer neuen Kultur der Selbstständigkeit bei jungen Menschen hervor. „Wir brauchen schon in der Schule Projekte und Inhalte, die das notwendige Wissen vermitteln und auf das Leben vorbereiten“, sagte Hintze: „Gäbe es JUNIOR nicht schon, so müssten wir es neu erfinden.“ Für die AXA Konzern AG, die das Projekt schon seit Jahren unterstützt, betonte Vorstand Hofmann: „Erneut  hat mich das Engagement und der Ideenreichtum der Schülerinnen und Schüler vom Wert des JUNIOR-Projektes überzeugt. Als einer der führenden Firmen- und Industrieversicherer Deutschlands begleiten wir JUNIOR auch im Bewusstsein unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir wollen so das Unternehmertum in Deutschland fördern und die jungen Menschen unterstützen, den richtigen Umgang mit unternehmerischen Risiken zu erlernen. Beides sind elementare Voraussetzungen für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln.“

Die 15 Schülerteams im Bundesfinale mussten sich einer hochkarätig besetzten Jury mit Wirtschaftsvertretern an selbst gestalteten Ständen und in Interviews auf der Bühne präsentieren. „Die Schülerfirma ‚envolsten’ hat uns unter den vielen hervorragenden Teilnehmern am stärksten beeindruckt, weil sie für ein wichtiges gesellschaftliches Thema sensibilisiert hat und dabei auch unternehmerisch erfolgreich war“, sagte der Juryvorsitzende Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Auf den zweiten Platz schafften es die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule I Technik aus Kaiserslautern mit ihrem Gründerunternehmen „Fena-Seifen“. Sie haben sich auf die Herstellung von Naturseifen spezialisiert. Den dritten Platz errangen Firmengründer des Luther-Melanchton-Gymnasiums aus der Lutherstadt Wittenberg, die mit ihrem Unternehmen „MetaDigital“ alte Datenträger wie Schallplatten und Dias digitalisieren. Den von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte bereits zum dritten Mal ausgeschriebenen Sonderpreis „Bester JUNIOR-Geschäftsbericht“ gewann das Unternehmen SCHOOLadvertisES des Georgii-Gymnasiums in Esslingen. „Die Lust auf Unternehmertum im Projekt JUNIOR schon bei ganz jungen Menschen erleben und begleiten zu dürfen, ist für uns bei Deloitte immer wieder Bereicherung und Motivation zugleich“, erklärte Dr. Michael Göttgens, Geschäftsführer von Deloitte.

Der Schülerfirmen-Wettbewerb JUNIOR kürt bereits seit 1996 die besten Jungunternehmer. In diesem Jahr gab es eine Rekordzahl von 548 angemeldeten JUNIOR-Firmen mit insgesamt fast 8000 Schülern. Dabei werden die Jugendlichen für ein Jahr lang zu Jungunternehmern, die ihre Geschäftsidee am Markt etablieren und die praktischen Herausforderungen des Gründeralltags meistern müssen. „Schülerunternehmen sind aus der deutschen Schullandschaft nicht mehr wegzudenken. Sie tragen neben dem Unterricht wesentlich zur Herbeiführung der Ausbildungs- und Studiumsreife von Jugendlichen bei“, sagte IW Köln-Direktor Hüther. Die Geschäftsführerin der JUNIOR gGmbH beim IW Köln, Marion Hüchtermann, stellte die Vorteile des Programms aus Schülersicht heraus: „JUNIOR ist für viele Jugendliche eine wertvolle Zeit ihrer Schullaufbahn: Sie erkennen, was in ihnen steckt und dass sich Durchhalten lohnt."









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