 |   LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon
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"Gute Noten für die Unternehmen in Rheinland-Pfalz und blaue Briefe für die Politik im Land", so kommentiert LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon das Ergebnis des heute vorgestellten Bundesländer-Rankings von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Insgesamt erreicht Rheinland-Pfalz im Dynamik-Vergleich den Mittelfeld-Platz zehn und im Niveau-Ranking einen guten fünften Platz. In der Detailbetrachtung werde jedoch deutlich, wo die Wissenschaftler der IW Consult in Köln, die die Studie durchgeführt haben, die Stärken und Schwächen im Land sehen.
Im Dynamik-Ranking lobt die Studie die überdurchschnittliche Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts sowie der Exportquote der Industrie. "Das sind beides Punkte, die im Wesentlichen in der Verantwortung der Unternehmen im Lande liegen", macht der LVU-Hauptgeschäftsführer deutlich. Der ebenfalls positiv gewerteten verbesserten Aufklärungsquote von Straftaten steht gleichzeitig auf der Schwächen-Seite ein unterdurchschnittlicher Rückgang der Straftaten pro 100.000 Einwohner gegenüber. Ebenfalls schlechte Noten gibt es für die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses zwischen Bewohnern und Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sowie für die rückläufige öffentliche Investitionsquote.
Ähnlich sieht es im Niveau-Ranking aus: Gelobt werden hier die niedrige Arbeitslosenquote, die Arbeitsplatzversorgung sowie die geringe Zahl von Arbeitslosengeld-II-Empfängern. "Auch diese Erfolge dürfen zunächst einmal die für sich reklamieren, die die Arbeit zur Verfügung stellen", so Simon. Auf der Schwächen-Seite werden in dieser Betrachtung der niedrige Anteil der Hochschulabsolventen an allen Beschäftigten, die niedrige öffentliche Investitionsquote und der geringe Ingenieur-Anteil an allen Beschäftigten kritisiert.
"Die Unternehmen im Land sind kraftvoll aus dem stärksten Wirtschaftseinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wieder heraus gekommen. Das war durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von Unternehmern, Mitarbeitern, Gewerkschaften und Politik möglich geworden. Die Politik darf jedoch ihrerseits jetzt nicht stehen bleiben und der Wirtschaft verträumt hinterher blicken, sondern muss die Rahmenbedingungen weiter positiv gestalten. Wo die Landesregierung von Rheinland-Pfalz anpacken sollte, hat die Studie klar benannt", sagt Werner Simon. "Gute Wirtschaftspolitik - egal mit welchem farblichen Anstrich - kümmert sich nicht nur um das Aufstellen von Windrädern, sondern sollte ihre erste Aufgabe darin erkennen, Hürden für die Unternehmen aus dem Weg zu räumen."
Dateien:
PM-LVU_Nr-07-11_BL-Ranking_INSM.pdf
PM_Bundeslaenderranking.pdf
RP-PM_Bundeslaenderrankung.pdf
2011_rheinland-pfalz.pdf