 |   Fördergelder aus Berlin stehen für innovative Mittelständler bereit. (Foto: Gerd Altmann/ pixelio.de)
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Medizintechnische Exponate bilden einen Schwerpunkt beim Auftritt innovativer Unternehmen und industrienaher Forschungseinrichtungen aus Rheinland-Pfalz auf der bedeutendsten Leistungsschau des forschenden Mittelstands Ende Juni in Berlin. Ihre Entwicklung wurde über das Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert. Insgesamt sind rund 200 FuE-Highlights auf der alljährlich stattfindenden, branchenübergreifenden Freiluft-Technikschau auf dem Gelände der AiF Projekt GmbH in der Hauptstadt zu sehen.
Beatmungssysteme für Früh- und Neugeborene erhalten Leben. Leider arbeiten sie jedoch nicht immer fehlerfrei. Die synchronisierte Atemunterstützung für die kleinen Patienten wird durch "interne" Triggersignale gesteuert – dabei kann es zu bedrohlichen Impulsausfällen oder Atemasynchronitäten kommen. Die Lösung heißt STEPHANIE: Die Fritz Stephan GmbH, Gackenbach, präsentiert dieses durch externe Triggersignale synchronisierte, innovative wie verlässliche Beatmungssystem für Kleinstkinder. Seine Impulse sind im Vergleich zu traditionellen Systemen schneller zu erfassen und auswertbar, so dass nun auch eine Realzeit-Beatmung möglich wird. Eine hochgenaue Vermessung von Füßen und Beinen ermöglicht ein neuartiger Fuß- und Beinscanner, den das Prüf- und Forschungsinstituts Pirmasens e. V. gemeinsam mit der ebenfalls in der kreisfreien Stadt am Pfälzerwald ansässigen Peter Kaiser GmbH Schuhfabrik entwickelte. Mit dem begehbaren neuen Messgerät dürften Fehlkäufe beim Schuhkauf künftig der Vergangenheit angehören. Einen ebenfalls in Berlin zu sehenden quantifizierbaren Schnelltest zur Drogenbestimmung aus Speichel entwickelten Rechtswissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zusammen mit einem Unternehmen aus Baden-Württemberg. Er soll sich vor allem im mobilen Routineeinsatz bewähren.
Mit rund 340 geförderten Projekten (Stand Anfang Mai) steht Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich auf Platz elf. 43 Millionen Euro wurden bislang für Unternehmen an Rhein, Mosel, Saar und Lahn bewilligt – das entspricht einer Summe von knapp drei Prozent der zur Verfügung stehenden Gesamtmittel. Das ZIM-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist ein in Europa einzigartiges Förderinstrument für mittelständische Kooperationsforschung (KOOP), einzelbetriebliche Projekte (SOLO) und Unternehmensnetzwerke (NEMO). Im Juli 2008 aufgelegt, zeugen inzwischen weit über 19.000 Anträge von der außerordentlich starken Nachfrage im gesamten Bundesgebiet.
Im Jahr 2010 wurden rund 6.500 Innovationsprojekte mit 800 Mio. € bewilligten Fördermitteln für neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen angeschoben. Allein das von der AiF Projekt GmbH als Projektträger von ZIM-KOOP verantwortete Modul brachte es dabei auf 4.300 Vorhaben. Diese Dynamik soll mit der Technologieoffensive fortgeschrieben werden. Erklärtes Ziel des BMWi ist es, bis 2013 den Technologiehaushalt von zuletzt 2,3 auf 2,8 Mrd. € zu erhöhen – eine Verdopplung binnen zehn Jahren. In diesem Rahmen soll auch die Mittelausstattung von ZIM von 313 Mio. € im Jahr 2010 auf geplant 528 Mio. € steigen.
Kontakt: AiF Projekt GmbH, Tschaikowskistraße 49, 13156 Berlin. Öffentlichkeitsarbeit: Lothar Braun, Tel: 030 48163-3, info@aif-projekt-gmbh.de, www.aif-projekt-gmbh.de www.zim-bmwi.de/veranstaltungen/innovationstag/18.-innovationstag-mittelstand-des-bmwi