BDI: Immer mehr Chefs sind weiblich
Kategorie: Deutschland
27.06.2011


Beim Frauenanteil in der Unternehmensführung sind nach BDI-Angaben deutliche Fortschritte zu erkennen. (Foto: Konstantin Gastmann/ pixelio.de)
Beim Frauenanteil in der Unternehmensführung sind nach BDI-Angaben deutliche Fortschritte zu erkennen. (Foto: Konstantin Gastmann/ pixelio.de)

Die 4. Bilanz der Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft verdeutlicht, dass in allen Bereichen der Vereinbarung spürbare Verbesserungen und Erfolge eingetreten sind." Dies erklärte der BDI anlässlich der Vorlage der Bilanz durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

"Beim Frauenanteil in der Unternehmensführung sind deutliche Fortschritte zu erkennen. Nach einer aktuellen Bestandsaufnahme des Statistischen Bundesamtes erreichte der Anteil weiblicher Chefs 2010 mit 27,7 Prozent einen neuen Höchststand. Der Frauenanteil bei jüngeren Führungskräften bis 39 Jahre liegt bei 38 Prozent. Deshalb dürfte sich der Aufwärtstrend in höheren Führungspositionen kontinuierlich und nachhaltig fortsetzen.

Der BDI vertraut auf die Selbstverpflichtungen sowie freiwilligen und unternehmensspezifischen Zielsetzungen der Unternehmen auf der Grundlage des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine Auswertung der Corporate Governance Berichte der DAX30-Unternehmen zeigt, dass sich die Unternehmen aufgrund der neuen Kodexempfehlung von 2010 bis auf wenige begründete Ausnahmen selbst branchen- und unternehmensangepasste Ziele setzen. Diese sehen vor, den Frauenanteil in den gesamten Aufsichtsräten zum Teil schrittweise auf bis zu 30 Prozent anzuheben.

Die deutsche Industrie kann und will auf keine qualifizierte Führungskraft verzichten – gleichgültig ob Frau oder Mann. Der BDI appelliert an die Politik, gemeinsam mit der deutschen Industrie die gesellschaftlichen, politischen und betrieblichen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Führungsaufgaben auch tatsächlich von Frauen und Männern in gleicher Weise wahrgenommen werden können. Dazu gehören der fortgesetzte Wandel der Unternehmenskulturen, die Steigerung des Frauenanteils in MINT-Studienfächern und der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung für alle Altersklassen."









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