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Kategorie: Deutschland 28.06.2011
 |   Der Atomausstiegt ist nicht zum Nulltarif zu haben - er wird, laut IW, im Gegenteil viele Milliarden Euro kosten. (Foto: Dominik Viehmann/ pixelio.de)
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Der Atomausstieg könnte nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zwischen 35 und 74 Milliarden Euro, im Mittel also 55 Milliarden Euro kosten. Die Höhe der Kosten hänge davon ab, ob die fehlenden Strommengen durch Kohle oder Gas ersetzt und in alten oder neuen Kraftwerken erzeugt werden.
Die Zusatzkosten verteilen sich auf mehrere Betroffene: „Zuerst werden die Stromversorger zur Kasse gebeten, die ihre Stromkontrakte zu Großhandelspreisen kaufen“, schreibt das IW Köln. Diese stiegen schon direkt nach dem Moratorium im März um gut 10 Prozent. Privathaushalte seien von kurzfristigen Schwankungen zwar nicht betroffen – sollte der Großhandelspreis jedoch länger hoch bleiben, würden auch sie zur Kasse gebeten, denn die Versorger werden einige ihrer Zusatzausgaben auf die Endverbraucher umlegen.
Auch der Staat müsste neu kalkulieren: „Ihm entgehen Steuereinnahmen, weil die ausgeschalteten Kraftwerke und die höheren Kosten die Gewinne der Energieerzeuger und Industrieunternehmen schmälern, so das IW Köln. Zudem fallen die Kernbrennstoffsteuer sowie Gewinnabschöpfungen aus der bisherigen Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke weg.
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