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Kategorie: Deutschland 19.07.2011
 |   Die Zahl der abhängig Beschäftigten ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zwischen 2009 und 2010 um 322.000 auf 30,90 Millionen gestiegen - rund die Hälfte hiervon geht auf die Zeitarbeit zurück. (Foto: Guedo/ pixelio.de)
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Die Zahl der abhängig Beschäftigten ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zwischen 2009 und 2010 um 322.000 auf 30,90 Millionen gestiegen. Dabei stieg der Anteil der Beschäftigten in Zeitarbeit und anderen „atypischen Beschäftigungsformen“ im Jahr 2010 auf 7,84 Millionen und erhöhte sich damit nach Ergebnissen des Mikrozensus gegenüber 2009 um 243.000 Personen. Damit hätten diese Beschäftigungsformen gut 75 Prozent zum Gesamtwachstum der Zahl abhängig Beschäftigter zwischen 2009 und 2010 beigetragen, so die Statistiker.
Diese Zunahme sei wiederum hauptsächlich auf den Zuwachs von Personen in Zeitarbeitsverhältnissen zurückzuführen, deren Zahl von 2009 bis 2010 um 182.000 gestiegen sei: „Damit trug die Zeitarbeit allein zu deutlich mehr als der Hälfte (57 Prozent) des gesamten Beschäftigungsanstieges bei und erreichte 2010 mit 742.000 einen neuen Höchststand.“ Vergleiche man 2010 mit 2008, habe die Zahl atypisch Beschäftigter um 1,5 Prozent zugenommen, die der Normalarbeitnehmer dagegen nur um 0,6 Prozent.
Dabei seien vor allem Zeitarbeit und befristete Beschäftigung von den Unternehmen als Mittel genutzt worden, um flexibel auf die konjunkturellen Veränderungen zu reagieren, betont das Statistische Bundesamt, das zugleich beim aktuellen Anstieg der Zeitarbeit um 32,5 Prozent im Vergleich von 2010 gegenüber 2009 berücksichtigt wissen will, dass Zeitarbeitnehmer die negativen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise am stärksten gespürt hatten: „Ihre Zahl war von 2008 auf 2009 um 8,5 Prozent gefallen. Im Vergleich der Situation vor und nach der Krise, hat die Zeitarbeit zwischen 2008 und 2010 im Saldo aber um 21,2 Prozent zugenommen.“ Von den 742.000 Zeitarbeitnehmern im Jahr 2010 befanden sich 503.000 oder gut zwei Drittel in einer unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Anstellung und arbeiteten mindestens 21 Stunden pro Woche.
(Quelle: destatis)
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