 |   BDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel (Foto: Benz)
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BDI-Präsident Keitel hält ein Wirtschaftswachstum von 3 Prozent im laufenden Jahr weiterhin für möglich, wenn die Unternehmen „weitgehend ungeschoren“ durch die Finanzkrise kommen. Die Realwirtschaft habe keine Krise „und niemand sollte sie herbeireden", mahnte Keitel, der zugleich forderte, die Politik müsse nun die Schuldenkrise in der Eurozone rasch lösen.
Allerdings sei etwa das Investitionsklima in Griechenland derzeit nicht so, um im großen Stil zu investieren, so Keitel weiter. Er rief die griechischen Unternehmer auf, jetzt „als Patrioten etwas für ihr Land zu tun“ und nicht ins Ausland abzuwandern: „Es geht kein ausländischer Investor an der Spitze in das Land, wenn auf der Gegenspur die griechischen Investoren das Land verlassen.“ Dagegen sieht die deutsch-griechische IHK erste Ansätze für ein besseres Investitionsklima in Griechenland.
So seien Unternehmensgründungen heute etwa binnen eines Tages möglich, sagte der Geschäftsführer der Athener Kammer, Knapp, räumte allerdings ein, es dauere immer noch lange, bis alle Genehmigungen vorlägen, die für den tatsächlichen Betrieb notwendig seien. Die Regierung Papandreou versuche jedoch alles, um die Investitionsbedingungen zu verbessern. Widerstand komme aber von den Gewerkschaften, die der Reformpolitik nach wie vor „sehr misstrauisch“ gegenüber stünden, erklärte Knapp. Kritisch sei auch, dass viele junge IT-Fachkräfte aus Griechenland inzwischen ins Ausland gingen, um dort zu arbeiten.
(Quelle: Reuters, dpa, SWR)