 |   LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun beim Energiegipfel in Frankenthal. (Fotos: Peter Kaplan)
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„Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz benötigen eine dauerhaft sichere Versorgung mit bezahlbarer Energie“, das erklärte Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Dr. Gerhard F. Braun, beim gemeinsamen „Energie-Gipfel“ von Landesregierung, LVU und DGB in Frankenthal. Er stellte die Energiewende, weg von der Atomkraft, nicht in Frage, machte jedoch deutlich: „Wir müssen uns sorgfältig Gedanken machen, wohin wir uns stattdessen wenden wollen.“ Es bestehe aus seiner Sicht die Gefahr, „das Kind mit dem Bade auszuschütten.“ Das Ziel der Landesregierung, bis 2030 den im Land verbrauchten Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, nannte er „ambitioniert“ und stellte klar: „Dieses Vorhaben birgt viele Chancen aber auch heute noch nicht absehbare Risiken für Wirtschaft und Beschäftigung.“
Um die Energieziele der Landesregierung zu erreichen, benötige man 600 Prozent mehr Ökostrom binnen 19 Jahren. „Bei allem was Sie tun, müssen sie die Preisentwicklung im Auge behalten“, richtete Dr. Braun deutliche Worte an die Landesregierung. „Es ist wichtig, dass unsere Unternehmen im Lande keinen Wettbewerbsnachteil durch höhere Strompreise in Kauf nehmen müssen. Dafür ist der globale Wettbewerb einfach zu hart.“ Strom dürfe nicht zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.
Mit Blick auf die Versorgungssicherheit mahnte der Unternehmerpräsident: „Bislang gab so gut wie nie Stromausfälle in Deutschland. Einen Blackout, weil Wind und Sonne fehlen, darf es auch künftig nicht geben!“ Wie fatal die Folgen für die Wirtschaft wären, zeige sich beispielsweise in der Aluminiumindustrie: „Bereits bei einem Stromausfall von wenigen Millisekunden müssen die Anlagen heruntergefahren werden. Bei einem Stromausfall von mehr als acht Stunden sind die Öfen kaputt.“
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PM-LVU_Nr-12-11_Energiegipfel.pdf