BDA und DGB: Bessere Bildung statt Betreuungsgeld
Kategorie: Deutschland
30.11.2011


In der Bildungsforschung besteht Konsens, dass die frühe Förderung von Kindern in einer Bildungseinrichtung von fundamentaler Bedeutung ist für ihre weiteren Bildungs- und damit auch Berufschancen. (Foto: Stephanie Hofschläger/ pixelio.de)
In der Bildungsforschung besteht Konsens, dass die frühe Förderung von Kindern in einer Bildungseinrichtung von fundamentaler Bedeutung ist für ihre weiteren Bildungs- und damit auch Berufschancen. (Foto: Stephanie Hofschläger/ pixelio.de)

Zur Diskussion um die Einführung und Ausstattung eines Betreuungsgeldes erklären Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt und DGB-Bundesvorsitzender Michael Sommer: „Die Einführung eines Betreuungsgeldes für Mütter und Väter, die keinen Betreuungsplatz für ihr ein- bis dreijähriges Kind in Anspruch nehmen, passt nicht in unsere Zeit und ihre Herausforderungen: Es setzt bildungs- und arbeitsmarktpolitisch die falschen Signale.

In der Bildungsforschung besteht Konsens, dass die frühe Förderung von Kindern in einer Bildungseinrichtung von fundamentaler Bedeutung ist für ihre weiteren Bildungs- und damit auch Berufschancen. Daher ist der quantitative und qualitative Ausbau der Kindertageseinrichtungen zu Bildungseinrichtungen notwendig. So können Kinder früh und systematisch gefördert werden. Es ist kontraproduktiv, wenn der Staat Eltern subventioniert, die ihre Kinder nicht in öffentliche Bildungseinrichtungen schicken. Statt ein Betreuungsgeld einzuführen, ist es sinnvoller und zielführender, in die Infrastruktur, also in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, zu investieren.

Das Betreuungsgeld widerspricht dem erklärten Ziel der Bundesregierung, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen, den beruflichen Wiedereinstieg zu erleichtern und den Frauenanteil in Führungspositionen zu steigern. Es schafft vielmehr einen Anreiz, dem Arbeitsmarkt fernzubleiben. Einkommens- und Karrierechancen verschlechtern sich erheblich, wenn Eltern über längere Zeit nicht erwerbstätig sind. Das kann nicht der politische Wille der Bundesregierung sein. Eltern wollen heute ihre berufliche Entwicklung kontinuierlich fortsetzen und brauchen dafür Unterstützung durch ein hochwertiges Angebot an Kinderbetreuung.“

 









« zurück

Die Zukunft des Elektroautos

Unsere Mitgliedsverbände
Loading problems.

Mitgliederservice



Pressemitteilungen
Schweigeminute für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt
[mehr]
LVU-Vorstand trifft Leitung der Evangelischen Kirchen
[mehr]
LVU-Präsident Braun zum Defizit in 2011
[mehr]
LVU-Präsident Dr. Braun: „Die Politik sollte die Quelle weiter sprudeln lassen.“
[mehr]
LVU-Präsident Dr. Braun: "Rente mit 67 ist unverzichtbar"
[mehr]
RSS Feeds von Xing
XING
Die neuesten Forenbeiträge in XING-Gruppe "Wirtschaft in...

Im März 2012 verzeichnete die rheinland-pfälzischen Industrie einen preisbereinigten Rückgang bei den Bestellungen von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Deutschland...
// Chemie bietet Bewerbern reale Chance auf eine berufliche Zukunft Die chemische Industrie wendet sich mit einem neuen Förderprogramm an noch nicht ausbildungsreife junge Erwachsene, die wegen...
// Reifenhersteller in Bad Kreuznach unterstützt zwei junge Erwachsene beim Einstieg in die Ausbildung Nach einem achtmonatigen Praktikum hat Michelin in Bad Kreuznach jetzt mit Jennifer...
Volltextsuche