LVU-Präsident Dr. Braun: "Rente mit 67 ist unverzichtbar"
Kategorie: LVU
03.01.2012


LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun. Bild: LVU
LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun. Bild: LVU

"Hände weg von der Rente mit 67", sagt Dr. Gerhard F. Braun. Der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) hält die neu entflammte Debatte über diese von der Großen Koalition eingeführte Reform für schädlich und überflüssig.

Das höhere Eintrittsalter sei unverzichtbar, um die Finanzierbarkeit der Renten zu sichern. "Die schrittweise Anhebung des Rentenalters ist angesichts der steigenden Lebenserwartung entscheidend, um die Rentenversicherung zukunftsfest zu machen", erklärt der LVU-Präsident.

In diesem Zusammenhang kritisiert Braun die Argumentation jener, die den späteren Rentenbezug zurücknehmen wollen. "Der  Gesetzgeber hat für die Rente mit 67 einen langen Übergangszeitraum vorgesehen. Da erst  für Jahrgänge ab 1964 die neue  Regelaltersgrenze voll gilt, gehen frühestens 2031 Arbeitnehmer mit 67 Jahren in Rente", sagt Braun. Bis dahin werden sich die Beschäftigungschancen Älterer nochmals verbessert haben. Schon aufgrund des Fachkräftemangels müssen die Betriebe ihre Mitarbeiter länger halten.

Dieser Trend ist schon seit einigen Jahren zu beobachten: So hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 60 bis 64 Jahren in den vergangenen Jahren auf über 1,2 Millionen verdoppelt. "Die Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die Politik sollte die Uhr jetzt nicht zurückdrehen", sagt Braun.

Der LVU-Präsident weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Politik bei der Rente mit 67 bereits viele Kompromisse eingegangen ist. Ausnahmen, wie sie der Gesetzgeber für langjährig Versicherte und damit Bezieher hoher Renten zugelassen hat, bezeichnet Braun als "schweren Fehler". Sie werden die Rentenversicherung langfristig zwei Milliarden Euro jährlich kosten. "Dieses Rentenprivileg ist sozialpolitisch falsch", sagt der LVU-Präsident. Die schrittweise Anhebung des Rentenalters ist zumutbar: Ältere Arbeitnehmer sind heute meist fit genug, um länger erwerbstätig zu sein. Wer das gesundheitlich nicht leisten kann, hat auch weiterhin die Möglichkeit, vorzeitig in Rente gehen.









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