 |   Grafik zur IW-Verbandsumfrage. Bild: IW
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Die Branchen der M+E-Industrie blicken verhalten optimistisch ins neue Jahr. Voraussetzung für robuste Geschäfte ist allerdings, dass die Schuldenkrise in den Euroländern nicht weiter eskaliert.
Die Stimmung hat sich eingetrübt, doch die deutsche Wirtschaft erwartet kein schlechtes Jahr 2012 – dies geht aus der aktuellen Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor.
Auch vier der neun Verbände aus der Metall- und Elektro-Industrie geben an, die Stimmung in ihren Unternehmen sei derzeit schlechter als vor einem Jahr. Lediglich in zwei Branchen hat sich die Lage verbessert. Trotzdem sehen die M+E-Verbände ihre Betriebe überwiegend auf einem guten Weg. Die Ergebnisse der Umfrage im Einzelnen (Grafik):
• Produktion und Umsatz. Die M+E-Industrie ist unterm Strich vorsichtig optimistisch.
Sieben der neun M+E-Verbände erwarten für das Jahr 2012 ein Umsatzplus, zwei rechnen mit konstantenZahlen.
So gehen der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Elektroindustrie von einem realen Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich aus – allerdings nur, wenn sich die Schuldenkrise im Euroraum nicht noch verschärft. Die Automobilindustrie erwartet positive Impulse vor allem aus dem Ausland, da die Kunden dort mehr Premium-Fahrzeuge nachfragen.
• Investitionen. Trotz verschlechterter Konjunkturperspektiven droht hier kein Absturz:
Die Unternehmen in vier der neun M+E-Branchen werden ihre Investitionsbudgets 2012 voraussichtlich immerhin konstant halten.
Der Maschinenbau, die Elektroindustrie sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie gehen sogar von höheren Investitionen aus als 2011, um die steigende Produktion zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Im Bereich Feinmechanik und Optik sowie in der Nichteisen-Metallindustrie dürfte der konjunkturelle Abschwung dagegen die Investitionsausgaben sinken lassen.
• Beschäftigung. Auch in Sachen Jobs sehen die M+E-Verbände trotz Schuldenkrise vorerst keineswegs schwarz. Nur die Branche Schiffbau und Meerestechnik erwartet einen Personalabbau, da den Werften Anschlussaufträge fehlen. Die anderen Bereiche rechnen dagegen mit einer konstanten oder leicht steigenden Beschäftigtenzahl in ihren Unternehmen.
Befragung von 46 Wirtschaftsverbänden im November/Dezember 2011
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln