Trendbarometer Arbeitswelt: „Arbeitszeitflexibilität“ ist wichtig
Kategorie: Deutschland
31.01.2012


Flexibilität ist wichtig. Bild: Andreas Liebhart/pixelio.de
Flexibilität ist wichtig. Bild: Andreas Liebhart/pixelio.de

Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) hat in der Zeit von Ende Oktober bis Mitte Dezember 2011 zum sechsten Mal eine Befragung zu der Bedeutung von Themen der Arbeits- und Betriebsorganisation durchgeführt. Rund 400 Teilnehmer aus der Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und aus sonstigen Bereichen nahmen daran teil und spiegeln die aktuellen Einschätzungen der Experten wider.

„In unsicheren Zeiten benötigt man mehr Flexibilität“
Erstmals seit Beginn der Einführung des ifaa-Trendbarometers im Mai 2009 ist der Platz eins für das wichtigste abgefragte Thema neu besetzt worden: Die „Arbeitszeitflexibilität“ ist von allen Befragten mit der höchsten Bedeutung versehen worden. Professor Dr. Stowasser, Direktor des Instituts: „Hier schlägt sich eindeutig nieder, dass auf Grund der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung, schwankender Auftragslage und Bestellverhalten der Kunden, die Befragten offensichtlich auf schnelle Anpassung der Kapazitäten durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung setzen.“

Größter Bedeutungszuwachs bei der „Arbeitszufriedenheit“
Gegenüber den vorherigen Befragungen hat die „Arbeitszufriedenheit“ am stärksten an Relevanz gewonnen. „Hier zeigt sich, dass in der Einschätzung nicht nur technische und organisatorische Aspekte einen hohen Stellenwert haben, sondern auch die Motivation und Interessen der Beschäftigen eine hohe, ja sogar steigende Wertschätzung erfahren“, so Stowasser. Ebenfalls und zum wiederholten Male wurde die „demografische Entwicklung“ in ihrer Wichtigkeit hochgestuft – bereits zum fünften Mal in Folge hat diesesThema an Gewicht gewonnen.

Bei dieser Erhebung wurde erstmals auch die Größe des Unternehmens, in dem die Teilnehmer aus der Wirtschaft sind, abgefragt. Hier zeigt sich, dass für Kleinunternehmen die „Arbeitszufriedenheit“ und die „Prozessorganisation“ im Vergleich zur restlichen Wirtschaft überdurchschnittliche Bedeutung genießen, während für größere Unternehmen „Produktionssysteme“ und „ergonomische Arbeitsgestaltung“ eine höhere Einstufung als im Durchschnitt aller Unternehmensvertreter erfahren haben.

(Quelle: ifaa)









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