 |   Im März verzeichnete die rheinland-pfälzische Industrie einen preisbereinigten Rückgang bei den Bestellungen. Bild: Angela Parszyk/pixelio.de
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Die rheinland-pfälzische Industrie erhielt im März 2012 weniger Aufträge als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Februar nahmen die Bestellungen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems zu.
Veränderungen gegenüber März 2011
Im März 2012 verzeichnete die rheinland-pfälzischen Industrie einen preisbereinigten Rückgang bei den Bestellungen von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Deutschland: minus 2,9 Prozent). Das Minus resultierte vor allem aus einer schwächeren Inlandsnachfrage, die Aufträge gingen um 5,8 Prozent zurück (Deutschland: minus 3,9 Prozent). Die Auslandsbestellungen sanken ebenfalls, und zwar um 1,8 Prozent (Deutschland: minus 2,3 Prozent).
Die wichtigsten Branchen im Überblick
Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen sowie von Kraftwagen und Kraftwagenteilen legten bei den Bestelleingängen gegenüber März 2011 kräftig um plus 9,2 bzw. 6,7 Prozent zu. Ausschlaggebend für diesen Zuwachs waren bei der Pharmaindustrie vor allem die Inlandbestellungen (plus 11,6 Prozent; Ausland: plus 7,9 Prozent), während bei der Automobilbranche nur die Auslandsaufträge anzogen (plus 11,7 Prozent; Inland: minus 1,3 Prozent). In allen übrigen Wirtschaftszweigen gab die Nachfrage teils überdurchschnittlich nach. Vor allem die Metallerzeugung und -bearbeitung musste starke Einbußen hinnehmen (minus 14,9 Prozent), die im Wesentlichen aus der fehlenden Inlandsnachfrage (minus 28,1 Prozent), aber auch den leicht gesunkenen Auslandsaufträgen (minus 2,3 Prozent) resultierten. In der Chemieindustrie blieben die Auftragseingänge ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresniveau (minus 13,4 Prozent). Ursächlich hierfür waren die zweistelligen Rückgänge sowohl bei den Inlands- als auch den Auslandbestellungen (minus 10,6 bzw. minus 14,8 Prozent). Beim Maschinenbau sowie bei den Herstellern von Papier, Pappe und Waren daraus ging die Nachfrage um 5,6 bzw. 4,9 zurück. Weniger stark fielen die Bestellungen der Hersteller von Metallerzeugnissen (minus 2,5 Prozent).
Veränderungen gegenüber Februar 2012
Gegenüber dem Vormonat Februar 2012 legten die Auftragseingänge deutlich um 9,5 Prozent zu (Deutschland: plus 10 Prozent). Dabei zog das Auslandsgeschäft (plus 12,4 Prozent; Deutschland: plus 10,5 Prozent) stärker an als die Inlandsnachfrage (plus 5,6 Prozent; Deutschland: plus 9,3 Prozent). Mit Ausnahme des Wirtschaftszweigs »Metallerzeugung und -bearbeitung« verzeichneten die wichtigsten rheinland-pfälzischen Branchen teils zweistellige Zuwachsraten. Ein auffallend hohes Auftragsplus erzielten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 23,3 Prozent), insbesondere beeinflusst durch die überdurchschnittliche Zunahme der Auslandsbestellungen (plus 31,7 Prozent; Inland: plus 10,4 Prozent). Auch in der Pharmaindustrie fiel der Auftragszuwachs mit plus 13,3 Prozent deutlich aus, gefolgt vom Maschinenbau (plus 10,7 Prozent) und der Herstellung von Metallerzeugnissen (plus 10,4 Prozent). Die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus verbuchten 5,6 Prozent mehr Bestellungen, während in der Chemieindustrie die Auftragseingänge nur leicht über denen des Vormonats lagen (plus 1 Prozent).
Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden, zu dem die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten regelmäßig melden. Befragt werden rund 1.000 Betriebe. Der Auftragseingangsindex ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung.
(Quelle: Statistisches Landesamt Bad Ems)